Read Leben eines Grenzgängers: Erinnerungen. Aufgezeichnet im Gespräch mit Zsófia Mihancsik by Paul Lendvai Online

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Paul Lendvai, der international renommierte Osteuropa Experte und Publizist, blickt zur ck auf ein aufregendes Leben zwischen Ost und West Die Jahre der Verfolgung als j discher Jugendlicher im Budapest der Vierzigerjahre, nur mit Gl ck entging er der Deportation nach Auschwitz, die Zeit des Berufsverbots und der Internierung als politisch Unzuverl ssiger Anfang der F nfzigerjahre in Ungarn, die Geschichte seiner aufregenden Flucht 1956 ber Prag und Warschau nach Wien, das Schreiben unter Pseudonym in den ersten Jahren in sterreich, um seine in Ungarn verbliebene Mutter zu sch tzen, sein beeindruckender Weg zum international bekannten Journalisten und weltweit anerkannten Osteuropa Experten, Anekdoten aus dem Arbeitsalltag eines politischen Journalisten, Ansichten und Einsichten ber sein Vaterland Ungarn und seine zweite Heimat sterreich, Geschichte und Geschichten aus der Politik dieser L nder, die Verleumdungskampagnen und Drohungen ungarischer Nationalisten gegen ihn wegen der schonungslosen Analyse in seinem letzten Ungarn Buch und auch Pers nliches und Privates aus Paul Lendvais Familienleben....

Title : Leben eines Grenzgängers: Erinnerungen. Aufgezeichnet im Gespräch mit Zsófia Mihancsik
Author :
Rating :
ISBN : 3218008646
ISBN13 : 978-3218008648
Format Type : EPub
Language : Deutsch
Publisher : Kremayr Scheriau 1 M rz 2013
Number of Pages : 184 Pages
File Size : 966 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Leben eines Grenzgängers: Erinnerungen. Aufgezeichnet im Gespräch mit Zsófia Mihancsik Reviews

  • Kalamaria
    2018-12-20 20:26

    Paul Lendvai, der bekannte ungarisch-österreichische Journalist, hat im Alter von mehr als 80 Jahren seine Memoiren veröffentlicht und dies in besonderer Form: zunächst ist anzumerken, dass dieses Buch anders als seine bisherigen, durchaus zahlreichen Veröffentlichungen zunächst in ungarischer Sprache und nicht auf Deutsch in Österreich erschienen ist - ein Hinweis darauf, dass er trotz über 60 Jahren in Wien immer noch ein Grenzgänger ist. Der zweite bemerkenswerte Punkt ist die Form dieser Veröffentlichung: Lendvai wird von Zsófia Mihancsik, einer ungarischen Journalistin, die auch bereits einiges erlebt hat und über ein reiches Wissen aus Politik und Geschichte interviewt, was dem Buch den Charakter eines lockeren Gesprächs gibt. Zwei große Köpfe im Gespräch - ein Buch, das eine Fülle von Informationen und vor allem persönlichen Erlebnissen Paul Lendvais bietet, die Zsófia Mihancsik ihm gekonnt zu entlocken versteht.Doch ist aus meiner Sicht dieser Schreibstil ein ganz großer Nachteil des Buches, denn es wirkt auf mich ganz häufig wie ein Zwiegespräch, bei dem Außenstehende nichts zu suchen haben. Als Deutsche mit Interesse an osteuropäischer, doch nicht vorrangig ungarischer Geschichte sagen mir viele der hier erwähnten Namen nichts - und Mihanczik und Lendvai hangeln sich durch die gesamte ungarische und auch österreichische Politiklandschaft seit dem Zweiten Weltkrieg.Ganz klar ist es es Buch für Insider - für Kenner der Szenerie: also für Österreicher, mehr aber noch für Ungarn. Der unbeleckte Leser - so habe ich es zumindest erlebt - wird dabei allein gelassen. Ein Fototeil in der Mitte wird in wenig Bezug zum Buchinhalt gestellt - der Leser wundert sich über manche der eingestellten Fotos, wurde darüber doch nicht oder kaum berichtet - oder hat er es am Ende überlesen? Mir war zwischendurch nämlich einfach manchmal langweilig und ich hatte das Gefühl, hier wird einfach ungefiltert eine Geschichte auf mich losgelassen. Wahrscheinlich sollte genau das den Charme des Buches ausmachen, doch ist diese Botschaft leider nicht bei mir angekommen. Ein kurzer tabellarischer Lebenslauf Lendvais, ein Glossar, in dem die - zugegebenermaßen zahlreichen - wichtigsten im Buch erwähnten Persönlichkeiten, Ereignisse und Lokalitaten erläutert werden - das hätte viel dazu beigetragen, dass mir die Lektüre des Buches mehr Spass gemacht, der Inhalt mich stärker bereichert hätte. In dieser Form ist es trotz der Fülle von Informationen und vor allem persönlichen Eindrücken und Erlebnissen, die man sonst nie erfahren würde, leider kein Buch, das ich weiterempfehlen würde.

  • Sikal
    2019-01-14 23:30

    Paul Lendvai - Journalist, Autor, Publizist - ein ungarischer Österreicher gilt als Kenner Osteuropas. Mit dem Buch „Leben eines Grenzgängers“ lässt er uns an seiner eigenen Geschichte teilhaben, erzählt von seiner Kindheit, seinem Aufwachsen in Ungarn, aber auch von seinem Sprung in eine andere Welt – eine Welt, die für ihn nah zu sein schien und doch so unendlich fern war. Ein Land, das ihn zwar aufgenommen hatte, doch etliche Stolpersteine auf dem Weg parat hielt.Erzählt wird dieses außergewöhnliche Leben in einem Interview mit der ungarischen Journalistin Zsofia Mihancsik - Paul Lendvai, sehr ehrlich und oft berührend, gibt hier Antworten zu Fragen über Politik, Privates und zeigt sich von seiner gesellschaftskritischen Seite. Zwischendurch analysiert er politische Netzwerke, spart nicht mit Ausführungen über Intrigen und liefert uns so leicht verständliche Zusammenhänge.Als Leser wird man angezogen von der Spannung, die sich durch dieses Buch wie ein roter Faden zieht. Seien es Auseinandersetzungen mit dem Kriegsgeschehen oder auch interessante Persönlichkeiten, die seinen Weg kreuzten.Das Buch beinhaltet einen Bildteil, der die Personen visualisiert, die manchen nur vom Hörensagen ein Begriff sind.Paul Lendvai kannte ich bisher nur von diversen Interviews aus dem Fernsehen, wo er mit seiner fachlichen Kompetenz und seinen objektiven Schlussfolgerungen immer gepunktet hat. Nun durfte ich auch Anteil an einigen persönlichen Dingen nehmen, kann jedem politisch oder gesellschaftlich interessierten Leser dieses Buch uneingeschränkt empfehlen und werde auch in Zukunft gerne Interviews mit diesem bemerkenswerten Mann verfolgen.

  • Regine Bacherle
    2019-01-03 23:46

    Das Buch "Leben eines Grenzgängers" ist ein sehr interessantes Format.Es ist ausschliesslich die Aufzeichnung eines Gesprächs zwischen dem Protagonisten Paul Lendvai und einer ungarischen Journalistin Zsofia Mihancsik.Für mich ein Debüt, ein solches Buch zu lesen.Biographien der herkömmlichen Art kennt man ja, auch mit kurzen Interviewabschnitten, aber ien Buch, das ausschliesslich in Gesprächsform geschrieben ist, war für mich so komplett neu.Und ich muss sagen: Ich bin sehr überrascht!Nicht nur über die Spannung des Buches, die angesprochenen Themen sind sehr interessant und auch recht unbekannt in Deutschland, auch die Art, so umfassend zu antworten, dass der Leser auch mit wenigen Kenntnissen der Politik im östlichen Europa, speziell Ungarn, ohne Mühe recht schnell die Problematik, die politischen Vorgänge und die Atmosphäre im umstrittenen Gebiet, in der früheren Zeit und in den einzelnen Redaktionen der Zeitungen für die Paul Lendvai arbeitete, erhält.Mir hat das Buch einerseits Spass gemacht, andererseits hat es mir geholfen, vieles zu verstehen und zum Dritten hat es mich entsetzt, wie weit wir entfernt sind von ehrlicher Berichterstattung, von Frieden und Fortschritt im umfassenden Europa.Der Leser erhält nicht nur eine Kurzbiographie des abwechslungsreichen Lebens des Mannes Paul Lendvai, der 1929 in Budapest geboren wurde, und heute als Experte für Osteuropäische Angelegenheiten gilt, sondern auch eine Aufklärung der Vorgänge im Osten und auch einen Einblick in die Arbeit eines Journalisten, Autoren und Auslandskorrespondenten, der auf ein sehr bewegtes und dramatisches Leben zurückblickt.Ich kannte als deutsche Leserin Paul Lendvai bisher nicht, von Kriegen im östlichen Europa habe ich nur durch Zufall erfahren, da ich nach einem schweren Überfall von einer Ärztin behandelt wurde, die sich hauptsächlich um Flüchtlingsopfer aus den östliche gelegenen Ländern Europas kümmert. Mit Ungarn hatte ich mich nur wegen des Tierschutzes befasst, da ich auch Tiere aus Ungarn vermittlet hatte.In welches Dynamitfass ich mich da begeben habe, ist mir nur nach und nach klar geworden, dieses Gespräch zwischen Paul Lendvai und Zsofia Mihancsik hat mir geholfen auch wieder neuen Mut zu fassen!So wie es Paul Lendvai geschafft hat zu flüchten, neu zu beginnen, den Tod der Familie zu verkraften, sich trotz allem weiter konzentriert mit den Vorwürfen und den Vorgängen zu befassen, die um sein Heimatland kreisen, so wie er Berufsverbot und persönliche Attacken weggesteckt hat, nebenbei Bestseller schrieb, für renommierte Zeitungen im Ausland arbeitete und sich nicht unterkriegen liess, so möchte ich mein Leben ebenfalls wieder weiterleben.Ich kann dieses Buch nur empfehlen!Paul Lendvai ist ein absolut sympathischer, intelligenter Mann, der nie aufgab, sich nie brechen liess, der auch im höheren Alter keine Ängste produzierte, sondern die Kraft einsetzt um unermüdlich aufzuklären! Ohne selbst zu bewerten oder nach eigenem Vorteil zu suchen, liegt ihm an den Menschen, am Frieden und an der ehrlichen Berichterstattung!Vielen Dank dafür!