Read Prüf- und Hinweispflichten: Bauvertrag, Werkvertrag, Werklieferungsvertrag (Beuth Recht) by Peter Hammacher Online

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Der bew hrte Leitfaden Pr f und Hinweispflichten vermittelt einen berblick ber die Pflichten von Auftragnehmern und Auftraggebern in allen Phasen der Auftragsabwicklung, angefangen von der Vergabe bis zur Leistungserbringung und Abnahme Der Inhalt wurde an den neuesten Stand der BGH und OLG Rechtssprechung angepasst und um die separate Darstellung von Pr f und Hinweispflichten des Architekten erweitert Der Autor mit jahrzehntelanger Seminar und Beratungspraxis liefert Argumentationsmuster und stellt Checklisten zur Pr f und Hinweispflicht bereit Ob Rechtspraxis oder Baugesch ft ein praktisches Arbeitsinstrument direkt f r den Einsatz vor Ort....

Title : Prüf- und Hinweispflichten: Bauvertrag, Werkvertrag, Werklieferungsvertrag (Beuth Recht)
Author :
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ISBN : 9783410263647
ISBN13 : 978-3410263647
Format Type : PDF
Language : Deutsch
Publisher : Beuth Auflage berarbeitete 15 April 2016
Number of Pages : 406 Seiten
File Size : 792 KB
Status : Available For Download
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Prüf- und Hinweispflichten: Bauvertrag, Werkvertrag, Werklieferungsvertrag (Beuth Recht) Reviews

  • butri
    2019-03-14 00:29

    Der Titel „Prüf- und Hinweispflichten“ kommt so trocken daher, dass man gar nicht vermutet, welche Sprengkraft sich dahinter verbirgt. Rechtsanwalt Dr. Peter Hammacher legt sich so ziemlich in allen Punkten mit der derzeit herrschenden Meinung an – gut recherchiert anhand zahlloser Entscheidungen der Obergerichte und einer 30jährigen Praxis mit Schwerpunkt im Stahl- und Anlagenbau.Das Credo des Autors, der auch als Mediator und Schiedsrichter tätig ist: Alle Baukonflikte treffen nicht nur die unmittelbar am Bau Beteiligten, sondern haben Kollateralschäden für die Allgemeinheit zur Folge. Deshalb kann die Allgemeinheit von den Baubeteiligten erwarten, dass sie sich so verhalten, dass es nicht dazu kommt. Prüf- und Hinweispflichten bilden die klassischen Schnittstellen zwischen den Verantwortungsbereichen der Baubeteiligten; deshalb kann verlangt werden, dass sie sich an diesen Schnittstellen besonders bemühen. Nach Ansicht des Autors gilt dies für alle - in gleicher Weise und auf Augenhöhe.Er lehnt überzogene Anforderungen ab, z.B. an die Prüfpflicht des Käufers im Werklieferungsvertrag (z.B. Baumaterialien oder ganze technische Anlagen), wie sie teilweise von den Oberlandesgerichten verlangt werden und stellt dabei ganz nebenbei die Sinnhaftigkeit der klassischen Abgrenzung von Werkvertrag und Werklieferungsvertrag in Zweifel.Bei der Prüf- und Hinweispflicht im Angebotsstadium (Ausschreibungsunterlagen) sieht er beide Seiten in der Pflicht und nicht nur bei öffentlichen Ausschreibungen. “Fachfirma“ sei in vielen Fällen nicht nur der Auftragnehmer, sondern genauso der Auftraggeber mit seinen Planern.Die Rechtsprechung des VII. Senats des BGH zur Funktionalitätsvereinbarung der Parteien mit Befreiungstatbestand (§ 13 VOB/B) hält er für falsch, weil sie den Auftragnehmer in Verhandlungen von vorneherein benachteiligt, obwohl den Auftraggeber in gleicher Weise eine Prüf- und Hinweispflicht trifft.Die neuere Rechtsprechung zu Obliegenheitsverpflichtungen des Auftraggebers möchte er weiter fassen. Wer sich so verhält, dass er seine eigenen Interessen vernachlässigt, muss auch die Nachteile tragen, die sich hieraus ergeben. Dazu gehört auch die Entschädigung für dadurch verursachte Mehrkosten des Vertragspartners.So tritt er auch dafür ein, den Auftraggeber in die Verantwortung zu nehmen, wenn das von ihm bereitgestellte Material, Grund und Boden, Vorleistungen anderer Firmen oder Planungen unzureichend sind, auch wenn der Auftragnehmer seiner Prüfpflicht nicht nachgekommen sein sollte.Jede Form der Verletzung einer Mitwirkungsobliegenheit führt nach dieser Ansicht potentiell zu einem Mitverschuldenseinwand. So sieht er entgegen der hM. auch ein Mitverschulden des Auftraggebers, wenn sein bauleitender Architekt versagt.Für die Quotelung im Falle von Mitverschulden hat der Autor anhand zahlreicher Urteile die wichtigsten Kriterien herausgearbeitet, die die Rechtsprechung, insbesondere bei Beteiligung von Planern herausgearbeitet hat und bereitet sie für den Leser in Form von Checklisten auf: eine große Unterstützung für den Schriftsatz und für das (Schieds-)urteil.Rundum eine nützliche Gesamtdarstellung der Prüf- und Hinweispflichten von dem Zeitpunkt vor Vertragsschluss bis weit nach der Abnahme, die es bisher nicht gab: als Ganzes angenehm zu lesen und zu Einzelfragen eine wertvolle Hilfe.