Read Gedachte Stadt - Gebaute Stadt: Urbanität in der deutsch-deutschen Systemkonkurrenz 1945-1990 (Städteforschung) by Großbölting Online

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Vier Jahrzehnte lang waren die Bundesrepublik Deutschland und die DDR einander in h chst ambivalenter Weise verbunden, denn beide Halbnationen waren zugleich Vorposten in der Systemkonkurrenz des Kalten Krieges Im deutsch deutschen St dtebau in der geplanten wie in der gebauten Stadt realisierten sich sowohl die unterschiedlichen politischen Ordnungsvorstellungen wie auch die verbindenden architektonischen Traditionen besonders markant Der Band leuchtet dieses Spannungsfeld umfassend aus Er analysiert die leitenden Paradigmen des St dtebaus, fragt nach der symbolischen Rolle der Regierungssitze in Bonn und Ost Berlin und zeigt, welche Funktion die Stadt als Modell und Imagetr ger im Systemwettstreit bernahm....

Title : Gedachte Stadt - Gebaute Stadt: Urbanität in der deutsch-deutschen Systemkonkurrenz 1945-1990 (Städteforschung)
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ISBN : 3412223816
ISBN13 : 978-3412223816
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch
Publisher : B hlau K ln Auflage 1 9 Dezember 2015
Number of Pages : 563 Pages
File Size : 886 KB
Status : Available For Download
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Gedachte Stadt - Gebaute Stadt: Urbanität in der deutsch-deutschen Systemkonkurrenz 1945-1990 (Städteforschung) Reviews

  • Carsten Köln
    2019-02-19 17:25

    Wie wurde Urbanität in den städtebaulichen Leitbildern des geteilten Deutschlands nach 1945 interpretiert? Welche Akteure waren maßgeblich für die Planung und das Bauen in der Bundesrepublik und der DDR? Was bedeuteten Stadtneugründungen für das Selbstverständnis der beiden deutschen Staaten? Das sind nur drei von einer Vielzahl an Fragestellungen, die im Band des Instituts für vergleichende Städtegeschichte in Münster aufgegriffen werden, der im letzten Herbst im Böhlau Verlag erschien. Im Unterschied zu anderen Publikationen zur deutsch-deutschen Architektur- und Städtebaugeschichte betrachten hier Historiker, Geographen, Stadtplaner und Kulturwissenschaftler Stadt immer aus einer Doppelperspektive - einerseits als das materielle Rückgrat der Gesellschaft, andererseits als gesellschaftliche Projektionsfläche und immaterielle Bedeutungsebene.Von der symbolischen Rolle der Regierungssitze der beiden deutschen Republiken in Bonn und Ost-Berlin bis zur Darstellung Berlins in Nachkriegsfilmen in Ost und West reichen die Themen, die aus vorwiegend geisteswissenschaftlicher Perspektive diskutiert werden. Besonders interessant wird es immer dann, wenn diese einen Bezug zu aktuellen Diskursen besitzen wie im Beitrag des Berliner Stadtsoziologen Harald Bodenschatz, der die Entwicklung der Postmoderne in beiden Berliner Stadthälften in den 1970er-/80er-Jahren in den Blick nimmt. Oder auch beim Münsteraner Historiker Christoph Lorke, der Entwicklungen urbaner Segregation in der DDR und der Bundesrepublik und die öffentliche Wahrnehmung von Menschen in prekären Lebensverhältnissen vergleicht.Dieses Buch ist allen jenen Lesern zu empfehlen, die über die rein chronologische Darstellung der gebauten Zeugnisse der Städtebaugeschichte von Bundesrepublik und DDR hinaus, einen detaillierten Einblick in Strukturen, Leitbilder und Akteure von Städtebau und Stadtplanung suchen. Wer bereit ist, sich auf Details und Fußnoten der deutschen Nachkriegsplanungsgeschichte einzulassen, findet in diesem Buch eine überaus tiefgründige Ergänzung zur Vielzahl der bisher zum gleichen Thema erschienenen Veröffentlichungen.