Read Herbert von Karajan: Leben und Musik by Richard Osborne Online

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Mozart ist in Salzburg auf die Welt gekommen, dem Geburtsort Herbert von Karajans.So heit es in einem Wiener Witz An Herbert von Karajan schieden sich die Geister Richard Osborne bringt uns die vielen Gesichter Karajans nahe, das musikalische Genie, den besessenen Workaholic, die zerrissene Persnlichkeit Mit diesem Buch legt Osborne eine umfassende Biografie vor, die sich ihrem Gegenstand mit Sympathie, aber auch der gebotenen Distanz nhert und zugleich ein Panorama der Musikwelt des 20 Jahrhunderts entwirft elegant und spannend erzhlt, akribisch recherchiert Da der Autor Zugang zu bisher unbekannten Quellen hatte und zahlreiche Gesprchspartner konsultiert hat, kommt auch mancher Aspekt zu neuer Beleuchtung Neue Zrcher Zeitung...

Title : Herbert von Karajan: Leben und Musik
Author :
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ISBN : 3423344776
ISBN13 : 978-3423344777
Format Type : PDF
Language : Deutsch
Publisher : Deutscher Taschenbuch Verlag 1 M rz 2008
Number of Pages : 1072 Seiten
File Size : 885 KB
Status : Available For Download
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Herbert von Karajan: Leben und Musik Reviews

  • Rainer Ruby
    2018-10-28 13:53

    besonders, was die Qualität und Besonderheiten der diversen Musikdokumentationen betrifft.- Einige kleine Ungenauigkeiten können auch Druckfehler sein (Verwechslung Margret/Leontyne Price oder der von G. Janowitz besonders erwähnte Höhepunkt war die 'H-moll Messe') und fallen nicht sosehr ins Gewicht. Interessant ist allemal, wie ein Engländer viel entspannter und sachlicher mit der sog. Nazi-Vergangenheit umgeht, Be- und Entlastendes gleich gewichtet und auch ein weit entkrampfteres Verhältnis zum Umfeld im dritten Reich mit gutem Gespür für Machbares und Unmögliches hat. Im Kontext mit der Dokumentation von E. Häussermann (aus welcher mehrfach zitiert wird), die für die Intrigen und Skandale in Wien sehr aufschlußreich ist, ein empfehlenswertes Werk, nicht nur für 'Fans' sondern auch für Musikliebhaber, welche die Entwicklung in dieser Aera interessiert.

  • Sagittarius
    2018-10-17 20:52

    Das war die Kontinuität über ein langes Leben. Der übermässige Bezug auf das Selbst.Solche Menschen vermögen, bei entsprechendem Können, an grossen Rädern zu drehen.Karajans Können ist unbestritten, wie immer man zu seinen Interpretationen steht.Gepaart mit diesem Können schaffte er durch seine Selbstenergie den Weg an die Spitze. Karajan war kein Nazi.Ja, er hat sich der Karriere in die Partei begeben, so wie er der Karriere wegen enge Beziehungen zu Walter Legge pflegte.Aber sich den Nazis gegenüber auch sperrig gezeigt, wenn er sich in seiner Bedeutung geschmälert sah.Osborne zeichnet dieses egomanische Leben detailreich nach. Ich kann ihn nicht als Parteigänger ausmachen, sondern als durchaus auch kritischer Interpret dieses " schwierigen" Menschen.Da bleibt auch keinesfalls unerwähnt, dass es zu einem solchen Typus Mensch gehört,sich bei Mächtigeren einzuschmeicheln ( Richard Strauss zum Beispiel) und sich an Schwächeren auszutoben.Zugleich ist diese Biographie ein Lehrstück über nicht gelingendes Leben bei allem Erfolg. Immer waren Erfolgen mit Kränkungen, Niederlagen,Kampf verbunden.Die Schmerzen, die den Dirigenten in den letzten Jahren so quälten waren wohl nicht nur körperlicher Art. Auch dies ein Kontinuum seines Lebens. Wie meinte Anita, seine zweite Frau über ihn.""Egozentrisch, einsam, intolerant und unbestechlich".Neben der Beschreibung dieses Lebens findet sich viel Information über 70 Jahre mehr oder weniger deutsche Geschichte im Spiegel der Entwicklung einer Person, die den Klassikmarkt beherrschte, wie kaum ein anderer.Ich stehe dem Musiker Karajan fern, teilweise finde ich seine Interpretation unerträglich, dem Menschen allemal, aber die Biographie von Osborne habe ich mit grossem Interesse gelesen und kann die Lektüre empfehlen; mir ist Karajan durch diese Biographie näher gekommen, ich habe mehr von seiner Komplexität erfasst. Ein Stück europäischer, und auch deutscher Kulturgeschichte.

  • gould1234
    2018-11-12 13:45

    Zum Buch selbst gibt es nicht viel zu sagen, Osborne hat noch zu Lebzeiten Karajan ein Interview-Buch mit Karajan gemacht, wo er Karajan umschmeichelte, sein Leben und seine Jahrhundert-Aufnahmen mit ihm besprach. Wer mag, kann im Internet (gramophone-Archiv) auch jederzeit Osbornes Besprechungen über Karajan CDs nachlesen (Osborne ist Kritiker der engl. Gramophone, der besten Klassik-Zeitschrift der Welt, wie sie von englischer Seite, durchaus zurecht, genannt wird). Zumeist werden dort Karajans Aufnahmen als Referenz genannt. Nachdem Karajan tot war, änderte er wohl seine Meinung und hat dem Ganzen den üblichen Schmutz und Dreck, immer vom Hörensagen, beigemengt. Joachim Kaiser bemerkte einmal, als er Material für einen Karajan-Beitrag sammelte, dass eigentlich nie etwas persönliches über Karajan geschrieben worden wäre. Als Mensch war er eher unspektakulär. Seine Schüler sagen, dass er immer für sie da war (Ozawa rief ihn einmal nachts an, als sein Sängerquartett nicht zusammenging". Karajan gab ihm den Ratschlag, er sollte die Sänger an die Rampe holen und ihnen die Stelle vordirigieren und sie dann singend langsam schrittweise die Bühne zurückgehen lassen, das wars !). Kürzlich wurde ein Portrait über Sena Jurinac gesendet, die über das Arbeiten mit Krips, Klemperer und Knappertsbusch erzählt hat und auch mit den Mythen aufgeräumt hat. Über Karajan sagte sie, dass man von ihm ein wirkliches piano lernen konnte, er war mit dem Orchester immer da, wenn man ihn brauchte (Furtwänglers einziges Kompliment über Karajan war, dass er mit dem Orchester ein echtes pianissimo spielen konnte). Carlos Kleiber schrieb Karajan einmal (sinngemäß) ".... es mag vielleicht eingebildet klingen, aber ich glaube, ich bin einer der wenigen, der weiß, wie sie in Takt soundso wieder gezaubert haben". Wenn Karajan probte, war Kleiber oft anwesend, er ist auch öfters an Karajans Grab in Anif gesehen worden, um dann freilich wegzulaufen, wenn man ihn sah. Bernstein hörte kurz vor seinem Tod in Wien Karajan Schönbergs Verklärte Nacht proben. Danach kam er in sein Künstlerzimmer und machte ihm Komplimente, er erwähnte, dass er das Stück nie besser gehört habe und dann noch, dass er auch keine bessere Salome kenne, als Karajans Aufnahme (was seltsam klingt, hat doch Bernsteins Mentor, Dimitri Mitropoulos, Salome so unglaublich dirigiert!). Ich vermute, dass es nicht in Karajans Naturell lag, Bernstein ebenfalls Komplimente zu machen, Karajan erwähnte einmal in einem Interview, wo es um das Zeigen der Gefühle ging, "das ist mir nicht gegeben". Im Grunde war er ein scheuer Mensch. Karajan verehrte übrigens Richard Strauss und fragte ihn einmal nach einer Elektra-Aufführung, als er ihn mit Lob überhäufen wollte: Sagen Sie mir nicht, was gut war, sondern was falsch war! Von seinem Besuch bei Strauss erzählte er dann sein ganzes Leben lang (ähnlich wie Carlos Kleiber!). Ich persönlich glaube, dass das Problem aller Karajan Biografien ist, dass Karajan nichts dazu getan hat, um Stoff zu liefern, so ist immer ein bösartiger, neidvoller Blick auf sein Lebenswerk entstanden. Vieles was ihm vorgeworfen wurde, gilt im ähnlichen oder sogar größerem Maßen für andere Dirigenten (wie oft hat Solti Sängerinnen umbesetzt, Harnoncourt u.a. konnte jahrelang auch alle ihre CD-Projekte verwirklichen, warum machen bis heute Karajan-CDs noch 30% des DG-Umsatzes aus, wenn alles so unerträglich schlecht war?) Ich könnte über 20 CDs aufzählen, die reine Magie sind (Verklärte Nacht, Metarmophosen, Bruckner 4,7 und 8, Rosenkavalier, Salome, Hänsel und Gretel, Meistersinger I , Ring, Ravel-Aufnahmen, Troubador, Boheme, 4 letzte Lieder, 63-ger Beethoven-Zyklus, Brahms , Strauss-Walzer, Alpensinfonie...). Ich möchte lediglich bemerken, dass es immer die gleichen 2 bis 3 Herren sind, die ihn bei amazon mit ihrem persönlichen Hass verfolgen, dass sagt mehr über das deutsche Oberlehrertum aus, als über den Dirigenten selbst! Als ihm die Zeit davonlief, seine Kräfte zu schwinden begannen und er im Orchester keinen Respekt mehr vorfand (bei seiner letzten Probe verweigerten ihm Mutglieder des Orchesterns den Gruß, indem sie ihm den Rücken zuwanden), nahm er von den Berlinern Abschied. Alle die ihn wirklich gekannt haben, erwähnen seine Treue zu Personen, die ihm wichtig waren. Elenor Büning zitierte in einem Artikel in der FAZ aus einem Entnazifizierungsdokument über Karajan: "Es handelt sich um einen fanatischen Menschen, dessen Fanatismus der Musik gilt, die ihm die Existenz bedeutet."Dass Buch halte ich für entbehrlich, Karajan kann man nur über seine Musik" kennenlernen, sein Feuer wird weiterglühen !

  • ACD
    2018-11-11 20:38

    Meinem Partner gefällt es sehr, er meint das Buch wird Ihn über Jahre begleiten, als Referenzbuch.Und es war sehr preiswert

  • Dieter Thys
    2018-11-01 17:31

    Das Buch vermittelt eine gute Biografie über Karajan und lässt sich gut lesen. Eine gute Quelle für Interessierte und musikliebende Leser.

  • Birgit Toman-Kreutmayr
    2018-10-21 17:33

    Eine hervorragende,tolle Biografie eines Genies. Extrem genau recherchiert und aufgearbeitet,daher auch die stolze Seitenanzahl von über 1100 Seiten. Muss man in seiner Bibliothek stehen haben!