Read Kartell der Plattmacher: Wie mit Insolvenzen Milliarden versenkt werden by Andree Wernicke Online

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Immer mehr Firmen geraten unverschuldet in Not, denn die Banken vergeben kaum noch Kredite Zahlungsschwierigkeiten und Insolvenzen sind die Folge Allein 2010 werden ber 35.000 Unternehmen Pleite gehen 40 Prozent mehr als im Jahr zuvor Auf die Insolvenzverwalter kommt also viel Arbeit zu Ihr Auftrag lautet konkursbedrohte Unternehmen sanieren soweit m glich Doch es gibt keine formalen Anforderungen an ihre Qualifikation und keine Kontrolle ihrer T tigkeit So sind Korruption, Selbstbedienung und Unregelm igkeiten eher die Regel als die Ausnahme Dazu werden die Rechnungen der Insolvenzverwalter als erste bezahlt die Gl ubiger m ssen warten Ca 100.000 Arbeitspl tze und 10 Milliarden Euro kosten uns diese unf higen Insolvenzverwalter Andree Wernicke kennt die Branche, deren Macht in grobem Missverh ltnis zu ihrer Qualifikation steht An haarstr ubenden Beispielen zeigt er, was unglaublich, aber m glich und wahr ist Das Buch schlie t mit einem konkreten Forderungskatalog, damit alle Firmen eine faire Chance bekommen und unsere angeschlagene Wirtschaft nicht ruiniert wird Mit seiner Bestellung besitzt der Insolvenzverwalter einen Freifahrtschein Und bei dieser Fahrt sitzt kein Kontrolleur im Wagen Prof Hans Haarmeyer, f hrender deutscher Insolvenz Experte...

Title : Kartell der Plattmacher: Wie mit Insolvenzen Milliarden versenkt werden
Author :
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ISBN : 3430201098
ISBN13 : 978-3430201094
Format Type : Other Book
Language : Deutsch
Publisher : Econ 13 April 2010
Number of Pages : 160 Pages
File Size : 989 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Kartell der Plattmacher: Wie mit Insolvenzen Milliarden versenkt werden Reviews

  • Manifold
    2019-01-02 19:34

    Das Ziel eines Insolvenzverfahrens hat der Gesetzgeber mit § 1 der Insolvenzordnung (InsO) definiert:"Das Insolvenzverfahren dient dazu, die Gläubiger eines Schuldners gemeinschaftlich zu befriedigen, indem das Vermögen des Schuldners verwertet und der Erlös verteilt oder in einem Insolvenzplan eine abweichende Regelung insbesondere zum Erhalt des Unternehmens getroffen wird."M I S S V E R S T Ä N D N I SDas Buch und eventuell auch die berufliche Entwicklung des Autors basieren weitgehend auf einem Missverständnis dieser Regelung, die er im Buch so auslegt, die Aufgabe eines Insolvenzverwalters bestehe zuvorderst darin, notleidende Unternehmen zu retten. Es liegt auf der Hand, dass auf der Grundlage eines solchen Missverständnisses, Insolvenzverfahren nur dann erfolgreich geführt werden können, wenn auf Seiten des Insolvenzverwalters entweder ein außergewöhnlich hohes Maß an Wirtschaftskompetenz tatsächlich vorliegt, oder - dann aber nur vorübergehend - irrtümlich angenommen wird; jedenfalls behindert ein solches Missverständnis der Rechtslage eine zügige Abarbeitung der Verfahren zu Lasten der Gläubiger bzw. gefährdet den jeweils betroffenen marktwirtschaftlichen Sektor.Überschätzt man als (ggf. fehl-)berufener Sanierer seine Wirtschaftskompetenz oder kann auch nicht erklären, was damit eigentlich gemeint ist, wird es wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis man keine Insolvenzverfahren mehr führt. Als Insider-Tipps deklarierte Binsenweisheiten („Vermeiden Sie Schulden“ (S. 115)), die man selbst nicht befolgt hat („Nach einer kurzen Arbeitsphase in einer anderen Kanzlei lieh ich mir Geld von der Bank“ (S. 11)), vermögen jedenfalls nicht den Begriff der Wirtschaftskompetenz mit Leben zu füllen. Wie hoch die Anforderungen an die Wirtschaftskompetenz im Falle einer geplanten Sanierung sind, wird klar, wenn man sich vor Augen führt, dass die Insolvenzanträge erst ca. 1 Jahr nach dem Eintreten einer Überschuldung gestellt werden (d.h. selbst Gott würde als Sanierer mit gutem Glauben und Willen in vielen Fällen nur kurz den Kopf schütteln und liquidieren anstatt die Gefahr einzugehen, sein Himmelreich vollständig zu verlieren).E I G E N W E R B U N GEs überrascht indes, wenn sich der Autor laut Klappentext nunmehr beruflich auf Sanierungsmandate spezialisiert hat und mittlerweile alle Insolvenzmandate ablehnt, obwohl er auf Seite 26 f noch zahlreiche Möglichkeiten und Chancen für Unternehmen dargestellt hat, die sich für einen Sanierer ausschließlich innerhalb eines Insolvenzverfahrens erschließen („Nach Einschätzung von Experten bietet das deutsche Insolvenzrecht das beste Sanierungsumfeld weltweit“). Weniger überraschend ist jedoch die als opportunistische Endlosschleife gestrickte Empfehlung im Buch, sich anstatt an einen Insolvenzberater besser (vorher) an einen Experten für Sanierung und Beratung zu wenden (d.h. z.B. dem Autor), die auf den Seiten 109 ff zu ihrem Höhepunkt kommt und in der Rubrik Insider-Tipps mehrfach vermarktet wird.Dass es in bestimmten Fällen geboten sein mag, ein Unternehmen zu sanieren und dass das Insolvenzverfahren dafür geeignete Mittel bereit stellt, soll damit natürlich nicht in Frage gestellt werden. Gerade aber eine Absteckung des rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmens für die Fälle, in denen eine Sanierung insbesondere in Erwägung gezogen werden sollte, bleibt der Autor dem Leser jedoch schuldig. Fehlt es hier (ggf. wiederum) an der viel umworbenen Wirtschaftskompetenz?M I S S K R E D I TAuch wenn der Autor an manchen Stellen davon spricht, nur an einen Teil der Insolvenzverwalter Kritik hegen zu wollen, bleibt am Anfang und Ende der Beigeschmack, es solle mit einer ganzen Branche abgerechnet und diese in Misskredit gebracht werden. Auf nichts anderes lässt jedenfalls der Titel des Buches „Kartell der Plattmacher“ schießen. Eine derartig überzeichnete Kritik wird den Insolvenzverwaltern und den zuständigen Richtern jedoch nicht gerecht und gefährdet, durch das Sähen von Misstrauen, in einem nicht unerheblichen Maße gerade die notwendige Voraussetzung dafür, ein Insolvenzverfahren erfolgreich führen zu können: Nämlich, dass nach Eintreten einer Überschuldung in Vertrauen auf das Insolvenzverfahren und seiner Akteure von den betroffenen Schuldnern möglichst zügig Anträge gestellt werden.Hat der Autor ernsthaft geglaubt, mit einer solchen Aktion der Branche einen Gefallen zu tun? Es überrascht nicht, dass die Anträge auf Insolvenzen seit dem Erscheinen dieses Buches (freilch nicht nur deshalb) erheblich zurückgegangen sind bzw. dass sich die Latenzzeit bis zur Antragsstellung von einem auf bis zu zwei Jahre vergrößert hat. Man muss kein Kaufmann sein, um zu erkennen, welche enorme Gefahr bzw. welcher volkswirtschaftlicher Schaden – nicht nur für die Gläubiger – damit einhergeht bzw. in welchem Ausmaß damit gerade der Chance für eine erfolgreiche Sanierung der Boden entzogen wird.F A Z I TEs bestehen erhebliche Bedenken, welche Interessen der Autor mit seinem Werk überhaupt vertreten will. Unglaubwürdig und ungreifbar bleibt auch die im Buch eingepflegte Biographie des Autors. Sätze wie („Die Verbindung von Recht und wirtschaftlichen Zusammenhängen hat mich schon immer interessiert. Mein Jurastudium war so aufgebaut, dass die Inhalte auf Unternehmenssanierung ausgerichtet waren“, S. 11) erinnern stark an Bewerbungen frisch gebackener Hochschulabsolventen ohne Berufserfahrung, denen einfach nichts Besseres einfällt, um auf sich aufmerksam zu machen. Das dahinter tatsächlich eine Person mit 20 Jahren Berufserfahrung stehen soll, ist kaum zu glauben.In Ermangelung einer zumindest ansatzweisen Würdigung volks- und betriebswirtschaftlicher Zusammenhänge von Insolvenzverfahren, der weitgehend unreflektierten Darstellung und der überbordenden Eigenwerbung kann man den Buchwert nicht über Null Amazon-Sternen festsetzen. Und die Beleuchtung dieser Zusammenhänge wäre durchaus spannend – denn neben Sozialtransferleistungen zählen Insolvenzverfahren zu den maßgeblichen Umverteilungsprozessen innerhalb der Gesellschaft. So dürfte in Deutschland durch Insolvenzen bereits innerhalb eines Zeitraums von ca. 20 Jahren ein Vermögen "vernichtet" bzw. nach unten (!) verteilt worden sein, das dem Gesamtvermögen der 500 „Reichsten“ gleichkommt, und das in den jeweiligen Unternehmen über diesen Zeitraum akkumuliert, einen erheblichen Teil der gegenwärtigen Gesamtwirtschaftsleistung ausmachen dürfte.

  • Frank Bogowsky
    2018-12-19 22:45

    Der Titel hält was er verspricht. Ich glaube zu verstehen warum man die 2. Version nicht freiu gegeben hat. Es tut weh wenn man aucf Fehler hingewiesen wird und hier hat die deutsche Rechtsprechung eindeutig Nachholbedarf.

  • H. Fester
    2019-01-12 21:39

    Kein Wunder, dass dieses Buch zu erst verboten wurde. Es öffnet einem die Augen, wo unsere Gesetzgebung mehr falsch als richtig für den Bürger gemacht hat.

  • Kathy
    2019-01-01 02:30

    Dieses Buch spiegelt genau die Situation der Insolvenzen in Deutschland wieder, wie sie leider tatsächlich ablaufen.Wir stecken mittendrin und versuchen uns zu wehren, aber dafür braucht man große Ausdauer, keine Angst vor der Gerichtsbarkeit und viel Rechtswissen, denn selbst Fachanwälte für Insolvenzrecht haben nicht das nötige Datailwissen und was noch schlimmer ist: sie gehen nicht mit dem nötigen Biss gegen Insolvenzverwalter, Rechtspfleger und Richter vor aus Angst vor Nachteilen in ihrem Gerichtsbezirk.Man muss sich selber endlos viel Wissen aneignen, um gegen diese "Insolvenzmafia" vorgehen zu können, ansonsten reißt einendieser Strudel chancenlos in die Tiefe und es wird Vermögen verbrannt, bzw. wandert in die Taschen der Insolvenzverwalter.Es gibt leider immer noch viel zu wenig Menschen, die sich gegen diese Machenschaften wehren.Aber es gibt in diesem Buch auch eine Stelle, die ich kritisieren muss:Der Autor schreibt lobend über einen Leipziger Insolvenzverwalter, der die höchste Anzahl an Planverfahren hat. Aber diehat dieser Autor nur deshalb, weil Sachsen das einzige Bundesland ist, in dem für Planverfahren noch Extra-Zahlungen an denInsolvenzverwalter gezahlt werden! Kunststück also, dass er so viele davon hat! Ansonsten ist dieser Insolvenzverwalter nämlich einer der schlimmsten seiner Gattung!Und die Politik lässt dies auch noch sehenden Auges zu (siehe auch Quelle-Insolvenz)Das Insolvenzrecht ist eine Schande für unseren "Rechtsstaat"!

  • Stephan Abraham
    2019-01-05 02:32

    sicher auch für Nichtjuristen verständlich geschrieben. Man merkt hier schreibt ein Idealist. Liest sich sehr gut. Schön dass es auch solche Insolvenzrechtler wie Herrn Wernicke gibt!

  • grondster
    2019-01-15 21:25

    Pleite ist relativ. Kein Unternehmen ist so pleite, als dass sich der Insolvenzverwalter daran nicht noch bereichern könnte (und sich dafür beim Richter, der ihm den Job verschafft hat, dafür erkenntlich zeigt). Das ist die Botschaft, aus juristischen Gründen etwas dezenter formuliert. Nicht nur Andree Wernicke wundert sich, warum ausgerechnet Juristen insolvente Firmen retten können sollen - wären Betriebswirte da nicht besser geeignet? Diese Frage stellen sich die Bundespolitiker offenbar nicht, denn ihr geändertes Insolvenzrecht sieht dem bisherigen zum Verwechseln ähnlich. Was Wernicke in seinem Buch des Horrors beschreibt, wird sich also nicht ändern. Leider.

  • Bärbel N.
    2018-12-21 02:25

    Höchstinteressantes Buch!!! Sollten alle Unternehmer und natürlich alle Interessierten unbedingt lesen!!! Wir sind selbst Betroffene und ich muss sagen, ja, viele Dinge sind genauso gelaufen - leider. Über dieses Buch erhält man dann noch die fehlenden Hintergründe, um bei vielen Geschehnissen, die man nie verstanden hat, Klarheit zu bekommen. Traurige Wahrheit.

  • AmazonKunde871
    2018-12-17 20:34

    Diese 160 Seiten hätte sich der Autor lieber erspart. Sehr peinlich.