Read Aufzeichnungen 1973 - 1984 by Elias Canetti Online

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In dem umfangreichen Werk von Elias Canetti nehmen seine Aufzeichnungen, die ihn sein ganzes Schriftstellerleben lang begleiteten, einen zentralen Platz ein Hier findet sich in komprimierter Form all das, was sein Denken und seine gro en Theaterst cke und Essays, seinen Roman Die Blendung und sein philosophisches Hauptwerk Masse und Macht bestimmte Auf der anderen Seite aber findet sich in der kurzen, konzentrierten Form der Aufzeichnung vieles, was auch im Denken Canettis noch experimentierenden, forschenden Charakter hatte gewagte Gedankensplitter zu Literatur und Philosophie, zur Geschichte und zum eigenen Leben Die ber hmten Aufzeichnungsb nde Die Provinz des Menschen, Das Geheimherz der Uhr und Nachtr ge aus Hampstead werden nun durch einen Band vervollst ndigt, der Aufzeichnungen aus den siebziger und achtziger Jahren vereinigt, also aus den Jahren, als Canetti seine dreib ndige Lebensgeschichte niederschrieb Noch einmal begegnet uns der scharfsinnige, unangepa te Denker, dessen Schreiben immer um dieselben gro en Lebensthemen kreiste um die Literatur und die Mythologie, die Geschichte und die Gegenwart Vor allem aber lie Canetti sich lebenslang von den Menschen faszinieren, von Physiognomien, Charakteren und Erinnerungen Und von der strengen Analyse nahm Canetti auch das eigene Leben und Werk niemals aus....

Title : Aufzeichnungen 1973 - 1984
Author :
Rating :
ISBN : 3446197737
ISBN13 : 978-3446197732
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch
Publisher : Carl Hanser 16 August 1999
Number of Pages : 385 Pages
File Size : 865 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Aufzeichnungen 1973 - 1984 Reviews

  • Basileus Bibliophilos
    2018-10-21 16:29

    Der deutschsprachige Schriftstellerer Elias Canetti wurde als Sohn einer wohlhabenden jüdischen Kaufmannsfamilie im Jahre 1905 in Rustschuk (auch: ‚Russe oder türkisch: ‚Rusçuk’) an der Donau geboren. Er ging in Manchester, Wien, Zürich, Frankfurt/Main zur Schule und studierte in Wien, wo er anno 1929 promovierte. Für sein literarisches Schreiben bekam er im Jahre 1981 den Nobelpreis.Dies äußerlich schmale, inhaltlich reiche Büchlein ist mit ‚Aufzeichnungen’ und zwei Jahreszahlen überschrieben. Diese Betitelung mag im weitesten Sinne als zutreffend gelten, wirkt jedoch irreführend, denn wer dabei etwa an „Tagebuchaufzeichnungen“ oder an „chrono­logische Jahresaufzeichnungen“ denkt, der irrt. Die ‚Aufzeichnungen’ sind Ge­danken, die einem einfallsreichen, ja: genialen Schriftsteller zu diesem oder jenem Thema kamen: Aphorismen, analytische Sätze, hintergründige Kommentierungen, et c.Zum Beispiel: „Seine unauslöschliche Asche.“ Sonst nichts und ohne Zusammenhang; nur diese drei Worte. Sie mögen Canetti in einem Kaffeehause gekommen sein. Oder auf einem Spaziergang durch eine Fußgängerzone, vielleicht mit dem Gedanken an unsere Nieder­gangs­kultur, in der Sackgassentypen als „bahnbrechend“ gepriesen werden, weil der Weg des Geistes schon längst nicht mehr nicht begangen wird.Oder: „Ob man noch Hoffnung für die Vergangenheit haben könnte?“ Vermutlich können dies nur die Zeitmaschinenbesitzer!Das Buch quillt mit einem wie gemeißelt formulierten Gedankenreichtum über, sodass der Kritiker Hermann Kurzke es trifft: „Am liebsten möchte man unentwegt zitieren.“Ein großes Lesevergenügen!