Read Ganz oben ganz unten (HERDER spektrum) by Christian Wulff Online

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Am 17 Februar 2012 trat Christian Wulff nach 598 Tagen von seinem Amt als Bundespr sident zur ck Obwohl sich vor Gericht auch der letzte gegen ihn erhobene Vorwurf als haltlos erwies, reichte die ffentliche Dem tigung noch ber den Tag des Freispruchs hinaus Niemals zuvor haben die Medien unseres Landes einen Politiker in solcher Weise verfolgt Auch das Verhalten der Staatsanwaltschaften in Celle und Hannover wirft Fragen auf Ging alles mit rechten Dingen zu Nachdem sich bisher andere mit der Causa Wulff auseinandergesetzt haben, schildert nun Christian Wulff aus seiner Sicht, wie die Aff re inszeniert wurde, was sich hinter den Kulissen abspielte und wie es sich anf hlt, derlei massiven Angriffen ausgesetzt zu sein Auch seine eigenen Fehler benennt er Ganz oben Ganz unten ist ein Lehrst ck ber Politik, Presse und Justiz, das nachdenklich macht.Mit einem neuen exklusiven Gespr ch dreieinhalb Jahre nach dem R cktritt....

Title : Ganz oben ganz unten (HERDER spektrum)
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ISBN : 9783451067860
ISBN13 : 978-3451067860
Format Type : Hardback
Language : Deutsch
Publisher : Verlag Herder Auflage 1 8 September 2015
Number of Pages : 488 Pages
File Size : 893 KB
Status : Available For Download
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Ganz oben ganz unten (HERDER spektrum) Reviews

  • F. Hördt
    2019-05-04 19:15

    Mit viel Würde, Klarheit und einem interessantem Blick hinter die Kulissen schildert Christian Wulff eine Hetzjagd, die durch die Sensationsgeilheit der Modernen deutschen Medien angefeuert wurde.Verstehen die Menschen heutzutage überhaupt noch was echte Demokratie ist? Dass eine Meinungsfreiheit auch Grenzen kennt? Dass die Presse eben nicht eine 4. Gewalt in unserem Staat ist? Man darf leider nicht davon ausgehen. Heutzutage ist es üblich, dass auch die kleinsten Vorkommnisse von den Medien zerstückelt werden um die skandalösesten Titelbilder und härtesten Überschriften herauszubekommen.Sieht so noch neutrale, objektive Berichterstattung aus? Absolut nicht. Hier geht es um Profit und um die Ausnutzung der Macht, die die Medien leider in Deutschland haben. Journalisten wissen, dass das Volk leicht zu manipulieren ist und schnell auf eine Hetzjagd anspringt. Dieses nutzen sie schamlos aus.Mit einer unglaublichen Dreistigkeit fordern diese Journalisten also absolute Transparenz eines Bundespräsidenten, sprechen aber selbst nicht von ihren Journalistenrabatte, bei denen die Bahncard 50 oder das Flugticket schon mal 50% günstiger sind. Vielleicht sollten sich die Medien des öfteren einmal selbst an die Nase fassen.Leider war es nicht nur die Presse, der die nötige Objektivität fehlte, selbst die Judikative hatte Probleme damit und versuchte bis zum Schluss, dem ehemaligen Bundespräsidenten eine Schuld anzuhängen, die nicht vorhanden war.Meine persönliche Frage ist also: Wann gibt es nach so einer riesigen Ungerechtigkeit den Rücktritt vom Rücktritt? Eine Maßnahme die in meinen Augen überfällig wäre.

  • Amazon Kunde
    2019-05-22 14:23

    Das Buch selbst kann ich uneingeschränkt empfehlen, daher fünf Sterne. DiePresse war im Rahmen der Buchveröffentlichung eingeladen, ihr Treibenselbstkritisch zu reflektieren. Das Gros der Medien hat es nicht getan. Diesverwundert nicht, wenn man weiß, wie viele Journalisten „ticken“ und wiegerade bei ihnen Selbstgerechtigkeit und Doppelmoral in ihrer schlimmstenForm all zu oft Bahn brechen. Vor Eitelkeit und Überheblichkeit nicht seltenfast ungenießbar und um den eigenen wirtschaftlichen Vorteil immerzu bedacht(von der eigenen Karriere über steuerliche Absetzbarkeit bis hin zuPresserabatten), wird gerne die moralische Keule geschwungen, vorverurteiltund über andere gerichtet - wissend, dass sie selbst sich so gut wie nierechtfertigen müssen, es aber ständig von anderen verlangen.Lediglich ein Kommentar in der Saarbrücker Zeitung ist mir zufälligaufgefallen, der sich wohltuend vom selbstgefälligen Medienmainstreamabgehoben hat und der lohnt, hier noch einmal zitiert zu werden: „MitAbstand betrachtet und nach dem Prozess muss man fairerweise zugeben, dassWulffs Analyse im Kern richtig ist: Dem Ex-Präsidenten ist Unrechtwiderfahren. Sein Fall, angetrieben von einer voreingenommenen Presse undfortgeführt von einer übereifrigen Staatsanwaltschaft, hat der politischenKultur in Deutschland Schaden zugefügt. Für eine kleine Verfehlung ist ermaximal bestraft worden, das ist „ungerecht“. Wie es scheint, hat Wulff aberseinen inneren Frieden gefunden und fühlt sich wieder „frei“. Immerhin.“

  • sabine_b
    2019-05-13 13:09

    Dieses Buch zu lesen ist ein absolutes Muss, wenn man der Wahrheit auf den Grund gehen moechte. Ich bewundere Christian Wulff und dazu seine tiefe Liebe und Verbundenheit zu Deutschland, wenn man bedenkt, wie er in diesem Land verhoehnt und beleidigt worden ist.

  • Nick
    2019-05-02 18:01

    Habe schon von einigen gehört, dass das Buch sehr toll ist. Kann ich nur bestätigen. Es last sich sehr einfach lessen.

  • Jaroschek
    2019-05-05 19:12

    Das Unbehagen an unsere Demokratie wird beim Lesen von Wulffs Buch ‚Ganz oben-ganz unten‘ erheblich gesteigert. Natürlich gab es bei seiner Wahl auch einen Gegenkandidaten. Dass Wulff erst im dritten Wahlgang die ausreichende Stimmenzahl bekam, besagt gar nichts. Wer ein gesundes Demokratieverständnis hat, akzeptiert eine Wahl auch dann, wenn er unterlegen ist. Das war bei Wulff von Anfang an nicht der Fall. Von der Opposition wurde er vom ersten Tag an herabgesetzt, jede seiner Äußerungen wurde überprüft, und wenn es nur die geringste Möglichkeit zum Widerspruch gab, wurde ihm widersprochen. Viele Politiker ließen es an Takt absolut fehlen und setzten die Würde des Staatsoberhauptes immer wieder herab.Erschreckend wird beim Lesen deutlich, wie viel Defizite unsere Demokratie hat. Neben den drei Gewalten, der legislativen, der exekutiven und der judikativen, hat sich als übermächtig die Presse als vierte Gewalt etabliert. Sie erweist sich zunehmend in unserem Staat als die letztlich Entscheidungen erzwingende Gewalt. Politiker geraten zunehmend in die Abhängigkeit von Journalisten. Widerlich ist es zu lesen, wie Wulff mit Entstellungen, mit Verdächtigungen zum Rücktritt getrieben wurde mit dem einzigen Ziel, den Bundepräsidenten durchzusetzen, den die Opposition gewünscht hatte.Selbst die Justiz ließ es an Objektivität mangeln. Namhafte Juristen rügten, dass Staatsanwaltschaft und Richter in diesem Fall die Verhältnismäßigkeit völlig außer Acht gelassen hatten und unverantwortlich Informationen an die Presse weitergegeben haben. Hier wurde ein Bundespräsident nicht nur zum Rücktritt vergewaltigt, es bestand die Gefahr, seinen Ruf irreparabel zu schädigen. Wulff brachte die Kraft auf, auf einem Prozess zu bestehen, der dann zum absoluten Freispruch führte. Als Leser fragt man sich, was kann man tun, gegen undemokratische Übergriffe der Presse. Politiker kann man bei zukünftigen Wahlen abwählen. Würde bei so eklatanten Übergriffen, wie es bei Wulff der Fall gewesen war, auf Abonnement und Kauf der entsprechenden Zeitungen verzichtet, wäre das wohl die einzige Möglichkeit, Wirkung zu erzielen.