Read Hunger by Knut Hamsun Online

hunger

Mit Hunger gelang Knut Hamsun 1890 sein literarischer Durchbruch Nie wurde menschliches Leid so schonungslos und genau geschildert wie in diesem weltber hmten Roman ber einen zerlumpten, halb verhungerten K nstler Keine literarische Erfahrung hat sich mir tiefer eingepr gt als Knut Hamsuns Hunger Roger WillemsenDie Moderne h lt Einzug in Kristiania, dem heutigen Oslo Die Stadt befindet sich im Aufbruch Doch der namenlose Ich Erz hler sieht sich in die Rolle des Zuschauers gedr ngt Unentwegt versucht er, unter schwierigsten materiellen Bedingungen als Journalist und Schriftsteller Beachtung zu finden ohne Erfolg Dabei ist der junge Mann ein begnadeter Fabulierer, auf den Stra en Kristianias erz hlt er wildfremden Leuten erfundene Geschichten und verschenkt schlie lich sein letztes Geld an einen vermeintlich noch rmeren Bettler Ohne soziale Anklage wird das Bild einer Stadt pr sentiert wie in einem Zerrspiegel als pervertierte, fremde Welt, als Labyrinth einer Existenz am Rande der Gesellschaft Zeitlos g ltig ist dieser eindringliche Roman, der zu den bedeutendsten Werken der Moderne z hlt und der zahlreiche Schriftsteller des 20 Jahrhunderts beeinflusste, darunter Marcel Proust und James Joyce....

Title : Hunger
Author :
Rating :
ISBN : 3548609740
ISBN13 : 978-3548609744
Format Type : Other Book
Language : Deutsch
Publisher : List Taschenbuch 10 November 2010
Number of Pages : 240 Seiten
File Size : 686 KB
Status : Available For Download
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Hunger Reviews

  • FletCHer
    2019-03-16 15:37

    Hunger ist mein zweiter Roman nach Mysterien von Knut Hamsun.Ebenso wie bei Mysterien hat das erste Meisterstück von dem norwegischen Schriftsteller mich tief beeindruckt.Nicht viele Bücher schaffen es, mich in ein fremdes Bewusstsein derart einzufühlen, es zu erforschen und es lebhaftvor meinem geistigen Auge werden zu lassen.Unsere Hauptfigur ist ein recht erfolgloser Schriftsteller, wie auch in Mysterien erfahren wir nichts über seine Herkunft,nichts über seine Kindheit, nicht von wo aus er zu dem Schauplatz des Romans, Kristiana, gelangt ist.Wir sind mit der ersten Seite unverzüglich mitten im Geschehen, es herrschen ärmliche Zustände, ein grauenvolleinsames und trostloses Zimmer, die letzten mit einem geschriebenen Artikel verdienten Kronen ausgegeben,der Bauch leer und der Kopf will nicht die gewünschten Worte ausspucken.So versucht unsere Hauptfigur stets zu schreiben währenddessen die Lage und der Hunger immer schlimmer werden,alleine scheint er es nicht wahrhaben zu wollen, ferner besitzt er auch noch ein über das Ziel hinausschießende Gewissen sowieeinen Hang zu Streichen. Bisweilen ist es unfreiwillig komisch, man lacht über ihn, es vergeht einem wenn er vor Hunger beginnt seinen Finger anzunagen. Der Autor lässt uns im unklaren, ist er psychisch krank, ist das alles durch den Hunger hervorgerufen?Warum macht er umgehend zunichte was ihm aus seiner misslichen Lage befreien könnte ?Aus welchem Grund übernachtet er beispielsweise auf einer Polizeistation, behauptet jedoch, er habe sichausgesperrt nachdem er sich habe gut gehen lassen um so am nächsten Morgen, um die Geschichte aufrechtzuerhalten,schnurstracks an den Essensmarken vorbeiläuft, die ihm doch so helfen würden ?Es ist bedrückend wie Armut, Gewissen und anscheinend für die Leserschaft ungeeignete Texte, da zu kompliziert, und damit einhergehend ausbleibender Verdienst, seine Situation bis zum Äußersten treiben.Für mich ist es eindeutig, dieser Roman hat viele Parallelen zum Leben des Schriftstellers Knut Hamsun, war dieser dochsein Durchbruch.Wie Mysterien, ist Hunger ein Roman abseits des Mainstreams, keine leichte Kost, dafür hinterlässt er keinen voltgefressenen Bauch sondern ein angenehmes und lange andauerndes Sättigungsgefühl, hier hat man wirklich etwas Besonderes gelesen.Gebt auch diesem wertvollem Buch eine Chance und blickt über die Grenzen des Alltäglichen hinaus hoffendniemals in so einer Armut leben zu müssen.

  • J. Fromholzer
    2019-03-11 17:17

    Der Hamburger Schauspieler Uwe Friedrichsen liest hier auf dieser mp3-CD, in einer Gesamtlesung (aus dem Jahr 1973), HUNGER von Knut Hamsun in rund sechseinhalb Stunden. Es ist die Stimme des jungen Uwe Friedrichsen - Hessischer Rundfunk 1973. Er liest HUNGER mit einer gewissen Dringlichkeit, spielt gelegentlich die Dialoge, steigert sich in den Inhalt hinein (wobei die Stimme dabei stets souverän bleibt), reißt die Zuhörer mit. Man muss hinhören. Kann der junge und erfolglose Schriftsteller und Journalist seinen Niedergang noch aufhalten ? Hungernd zieht er durch die Stadt (Kristiania, das heutige Oslo)........................... Der Text ist intensiv, die Leser / Zuhörer sind meist sehr nah am Geschehen. Mit diesem Roman gelang Knut Hamsun der literarische Durchbruch (was man auch als heutiger Leser sofort verstehen kann).Fazit: sechseinhalb kurzweilige Stunden mit Uwe Friedrichsen und Knut Hamsun.(J. Fromholzer )

  • Rover
    2019-02-26 16:18

    Über den großartigen Roman und Charakterstudie Hamsuns wurde hier schon sehr viel und gutes geschrieben, deswegen kurz etwas zu der Hörbuchfassung. Uwe Friedrichsen schaffte es hier den Roman durch seine Stimme noch etwas drängenderes, intensiveres zu geben, daß ich beim eigenen Lesegenuss evtl gar nicht empfunden hätte. Friedrichsen machte durch die Art des Vorlesens eine Erzählung so spannend wie einen Thriller, absolut empfehlenswert!

  • neunzert
    2019-03-02 16:09

    Der Roman ist die Basis eines Theaterstückes mit dem gleichen Titel bei den alzburger Festspielen 2018. Aber das Theaterstück gibt kaum wieder, was das Buch tut: Eben die Beschreibung der Verzweiflung eines armen Schriftstellers. Das Theater integriert die 20 Jahre später beginnenden Verirrungen des Dichters zu den Nationalsozialisten. Aber das alles kommt in Hamsuns Buch "Hunger" nicht vor.

  • drcnussbaumer
    2019-02-22 11:11

    "Hunger" ist nicht umsonst einer der großen Romane der Weltliteratur. 1890 geschrieben und für die damalige Zeit eine Revolution, entdeckte ich erstaunt einen Schreibstil, der durchaus Ähnlichkeiten mit Franz Kafka (Das Gericht) oder James Joyce (Ulysses) hat. Waren diese Größen der Weltliteratur von Hamsun beeinflusst? Wie auch immer, der Roman zieht einen regelrecht in die Abgründe von unlogischem, wirren und an der Grenze des Wahnsinns agierenden Verhaltens. Man empfindet körperlich den Hunger und seelisch die Qualen - und glaubt, dass es nicht mehr schlimmer werden könne - einfach großartig.