Read Recht und Protestantismus: Die Rechtslehren der lutherischen Reformation by John Witte Online

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Die lutherische Reformation als Fundament des modernen Rechtsdenkens Ein wichtiges Buch f r alle, die an der Geschichte der Theologie, des Rechts und der Reformation interessiert sindDie Reformation entfesselte einen ungeheuren und weit reichenden Wandel in Kirche und Gesellschaft Insbesondere das Rechtsdenken ver nderte sich im Zuge der Durchsetzung reformatorischer Ideen radikal Befreit von den Fesseln der kanonisch kirchlichen Vormundschaft entwickelte sich ein zun chst noch religi s impr gniertes, in Theorie und Zielsetzung aber zunehmend s kulares Rechtsdenken.John Witte entwirft in diesem Buch ein Panorama der lutherischen Reformation als eine zugleich theologische wie auch juristische Bewegung Aus der doppelten Perspektive des Rechtsdenkens und der Theologiegeschichte zeigt er, wie diese Bewegung noch heute moderne Institutionen des ffentlichen und privaten Rechts sowie das Denken ber Freiheit, Gleichheit und W rde beeinflussen Witte untersucht die tiefgreifenden Ver nderungen in der Rechtstheorie, der politischen Organisation der Gesellschaft, im Ehe und Bildungsverst ndnis und im Sozialwesen, die durch die Reformation bewirkt wurden und die unsere Welt noch heute pr gen.Ein wichtiges Buch f r alle, die an der Geschichte der Theologie, des Rechts und der Reformation interessiert sind....

Title : Recht und Protestantismus: Die Rechtslehren der lutherischen Reformation
Author :
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ISBN : 3579081306
ISBN13 : 978-3579081304
Format Type : Paperback
Language : Deutsch
Publisher : G tersloher Verlagshaus 23 Juni 2014
Number of Pages : 404 Pages
File Size : 663 KB
Status : Available For Download
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Recht und Protestantismus: Die Rechtslehren der lutherischen Reformation Reviews

  • Fleischer, Christoph
    2019-03-16 22:36

    Diese Arbeit ist ein juristisches Fachbuch. Sehr eindrücklich zeigt der amerikanische Jurist John Witte, dass die Reformation weit mehr war als ein religiöser Umbruch: „Die kanonischen Rechtsbücher der Kirche wurden verbrannt, Kirchengerichte geschlossen, klösterlicher Besitz wurde konfisziert.“ (S. 19)1520 war das entscheidende Jahr, das Jahr des Umbruchs. Die kontrollierende Rolle des kirchlichen Rechts ist weggefallen, wenigsten dort, wo seine Geltung nicht mehr bestand: „Die Rate von Verbrechen, Kleinkriminalität, Bummelantentum, Landstreicherei und Bettelei stieg an.“ (S. 21). Die Reformation eröffnete damit „den Aufbau eines bürgerlichen Rechts“ (S. 22). Es gab, so Witte, eine neue Verbindung zwischen lutherischen Theologen und Rechtsgelehrten. Die These von John Witte, Jr. ist, dass diese Verbindung zwischen Recht und Theologie die Reformation gestärkt hat.Folgerichtig beginnt die Ausarbeitung mit der Darstellung der lutherischen Zwei-Reiche-Lehre, die im Grunde eben dies aufzeigt, dass die beiden Säulen des Rechts und des Glaubens die Gesellschaft prägen.Die Freiheitslehre der Reformation hat die Gesellschaft neu geprägt. Sie hat sämtliche Vollzüge aus der Hand des kirchlichen Moralrechts genommen und ein neues bürgerliches Recht entwickelt, das spätestens mit der Säkularisierung zum Ende des siebzehnten Jahrhunderts auf alle Länder Deutschlands übergegangen ist. Die Gesellschaft im Sinne Luthers ist ein Rechtsstaat.Es wäre ein Missverständnis der Reformation, das Ziel des gesellschaftlichen Lebens als die Befreiung des Rechts zu sehen. Besonders der späte Luther ist eine Vorlage für John Witte Jr. Er schließt das Buch mit den Sätzen: „ Im Himmel wird es das reine Gesetz geben, und so wird das Lamm neben dem Löwen liegen. In der Hölle wird es kein Gesetz geben, und darum werden sich alle auf ewige Zeiten gegenseitig verschlingen. Der Himmel wird Normsetzungsverfahren verherrlichen, und jeder wird das bekommen, was Recht ist. Die Hölle wird die reine Willkür verherrlichen, und niemand wird je wissen, was ihn erwartet.“ (S. 387).