Read Storys mit Studien: Die Produktion von Aufmerksamkeit mit Rankings, Umfragen und Statistiken in Journalismus und PR (Organisationskommunikation) by Jens Derksen Online

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Mit der Berichterstattung ber Studien produzieren PR Praktiker und Journalisten routiniert ffentliche Aufmerksamkeit, die ihnen und ihren Geld und Arbeitgebern die Durchsetztung von Interessen erm glichen sollen In seiner Dissertation zeigt Jens R Derksen die Relevanz, die systematisch empirische Erhebungen wie wissenschaftliche Untersuchungen, Umfragen, Rankings f r die Berichterstattung von Medien und die PR von Organisationen haben Der Autor stellt dar, welche Studien es in die Schlagzeilen schaffen und wie Medien sie thematisieren Er analysiert Interessen von Journalisten, Medienorganisationen, PR Praktikern und Auftraggebern und rekonstruiert Mechanismen, die dem Zustandekommen von Studien und der Berichterstattung dar ber zugrunde liegen....

Title : Storys mit Studien: Die Produktion von Aufmerksamkeit mit Rankings, Umfragen und Statistiken in Journalismus und PR (Organisationskommunikation)
Author :
Rating :
ISBN : 3658062525
ISBN13 : 978-3658062521
Format Type : PDF
Language : Deutsch
Publisher : Springer VS Auflage 2014 17 Juni 2014
Number of Pages : 420 Seiten
File Size : 570 KB
Status : Available For Download
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Storys mit Studien: Die Produktion von Aufmerksamkeit mit Rankings, Umfragen und Statistiken in Journalismus und PR (Organisationskommunikation) Reviews

  • Verbandsstratege - Redaktion
    2019-04-30 22:25

    Verbandsvertreter sind das Sprachrohr ihrer Branche. Um über Trends oder Probleme immer bestens informiert zu sein, sollten regelmäßig aktuelle Zahlen und Stimmen aus der Branche vorliegen. Mit Hilfe von Marktdaten können sowohl im persönlichen Gespräch, als auch in der Presse, die eigene Position untermauert werden und die Argumentation auf belastbaren Daten aufbauen. Wie Studien und Branchenbefragungen medienwirksam inszeniert werden, erläutert Jens Derksen in seinem Buch „Storys mit Studien“.Während seiner Untersuchung betrachtete der Autor die Tageszeitungen „Süddeutsche Zeitung“, das „Handelsblatt“, „Die Welt“, sowie „Spiegel Online“. Dabei wurden die vier Zeitungen eine Woche lang auf ihren Inhalt analysiert, um festzustellen, welche Rolle Studien in der medialen Berichterstattung spielen. Derksen stellte fest, dass „Studien bzw. Branchenbefragungen in ca. 9 Prozent aller Artikel thematisiert werden“. Die größte Häufung tritt jedoch in den Ressorts Wirtschaft, Politik und Wissenschaft auf. Entweder sind Studien selbst der Hauptgegenstand des Berichts, sie werden als Aufmacher benutzt oder fungieren als Unterstützung für die subjektive Meinung des Journalisten. Besonders häufig zitiert werden dabei Befragungen zu Jobaussichten in einer Branche, Kundenverhalten sowie technische Entwicklungen und deren Auswirkung auf die Entwicklung in der Branche. So bietet es sich für einen Verband beispielsweise an, in eine Debatte über eines der oben genannten Themenfelder, mit einer aktuelle Studie einzusteigen. Der Verband kann dadurch seine Branchenrelevanz erhöhen und verdeutlichen. Derksen stellte außerdem fest, dass ca. „20 Prozent aller Befragungen über die berichtet wird, von Verbänden durchgeführt wurden“. Damit gehören sie neben Unternehmen und der Wissenschaft zu den Hauptabsendern von Studien und Befragungen.Fazit: Ausgehend von diesen Erkenntnissen wird die hohe Bedeutung von Branchenumfragen in der Pressearbeit deutlich. Kommunikationsverantwortliche in Verbänden sollten sich diesen Umstand zu Nutzen machen und mit einer Branchenbefragung mediale Aufmerksamkeit für den Verband und seine Themen schaffen. Derksen gibt einen guten Einblick über die Themen, Absender und die anschließende mediale Aufbereitung von Studien und Umfragen. Durch den wissenschaftlichen Charakter des Buches ist der Inhalt zwar sehr informativ, aber dafür auch sehr theoretisch. Nichtsdestotrotz sind die vielen Statistiken ein guter Anhaltspunkt, um zu sehen, mit welchem Thema ein Verband die höchste mediale Aufmerksamkeit erzielen kann.

  • Matthias Larisch
    2019-05-16 19:27

    Fachbücher machen immer dann Spaß, wenn sie gut geschrieben, klar strukturiert und nicht nur wissenschaftlichen, sondern auch praktischen Nutzen haben. Genau das hat „Storys mit Studien“. Da es sich um eine Dissertation handelt, sind die vorderen Kapitel wissenschaftlich gehalten, während die hinteren Abschnitte des Buches durch viel Empirie-Arbeit charakterisiert sind. Sehr lesenswert und überzeugend argumentiert sind die aufgeführten theoretischen Ansätze zur PR, zum Journalismus und zum Verhältnis dieser beiden Bereiche. Hier führt Jens Derksen bestehende Modelle auf, bewertet sie und entwickelt sie mit Blick auf die Untersuchungsfragen weiter. Man muss kein Wissenschaftler sein, um sich von den hier aufgeführten Gedanken, Theorieansätzen und Beschreibungen faszinieren und geistig anregen zu lassen.Für den pragmatisch ausgerichteten Leser sind dagegen die empirischen Untersuchungen höchst spannend. So zeigt der Autor durch mehrere Untersuchungen mit unterschiedlichen Ansätzen auf, wie intensiv Studien Eingang in die Berichterstattung verschiedener Nachrichten finden und welche Bedeutung Studien für zahlreiche Medien und die Arbeit von Journalisten haben. Aus den hergeleiteten Ergebnissen lassen sich eine Fülle von Tipps zur Gestaltung und Umsetzung von Studien ableiten. Daher sei dieses Buch nicht nur Kommunikationswissenschaftlern zur Pflichtlektüre empfohlen, sondern insbesondere auch denen, die sich mit PR-Fragestellungen rund um den Einsatz von Studien beschäftigen. Journalisten wiederum wird „Storys mit Studien“ helfen, den eigenen Umgang mit Studien zu reflektieren.