Read Giza - Am Fuß der großen Pyramiden: Katalog zur Ausstellung Hildesheim, Roemer- Pelizaeus-Museum, 16.04.-21.08.2011 by Katja Lembke Online

giza-am-fuss-der-grossen-pyramiden-katalog-zur-ausstellung-hildesheim-roemer-pelizaeus-museum-16-04-21-08-2011

Den 100 Geburtstag seiner weltbekannten Alt gypten Sammlung feiert das Hildesheimer Roemer und Pelizaeus Museum mit einer gro en Sonderausstellung und begleitendem Katalogband zu den ber hmten Grabungen von Giza Erstmals werden Objekte aus denselben Gr bern, die seit den Ausgrabungen vor mehr als 100 Jahren durch die Fundteilung getrennt waren, wieder vereint pr sentiert.Um dieses zu erreichen, arbeiten die internationalen Partner zusammen, die Anfang des 20 Jahrhunderts Grabungskonzessionen auf dem Giza Plateau besa en Zu ihnen geh ren neben Deutschland auch sterreich und die USA Leihgaben aus der Schweiz, Italien, D nemark, Vatikanstadt und aus Frankreich erg nzen diese einmalige Schau.Der Band f hrt mit zahlreichen Essays international renommierter Wissenschaftler und gro formatiger Pr sentation der hochkar tigen Ausstellungsobjekte ein in die Geschichte und Kunst der Pyramidenzeit Dar ber hinaus vermittelt er einen spannenden Einblick in die Ausgrabungen um 1900....

Title : Giza - Am Fuß der großen Pyramiden: Katalog zur Ausstellung Hildesheim, Roemer- Pelizaeus-Museum, 16.04.-21.08.2011
Author :
Rating :
ISBN : 3777434817
ISBN13 : 978-3777434810
Format Type : Other Book
Language : Deutsch
Publisher : Hirmer Auflage 1., 1 April 2011
Number of Pages : 101 Pages
File Size : 768 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Giza - Am Fuß der großen Pyramiden: Katalog zur Ausstellung Hildesheim, Roemer- Pelizaeus-Museum, 16.04.-21.08.2011 Reviews

  • timediver®
    2019-01-07 07:07

    Im Jahre 1907 stiftete der seit 40 Jahrzehnten in Kairo lebende Konsul Wilhelm Pelizaeus seine Sammlung altägyptischer Funde seiner Heimatstadt Hildesheim. Das bereits 1844 gegründete und nach dem Politiker und Ehrenbürger der Stadt, Hermann Römer (1816 - 1894), benannte Museum reichte jedoch nicht für die Aufnahme der neuen Exponate aus, so dass ein neuer Bau errichtet werden musst, der am 29. Juli 1911 als Pelizaeus-Museum eröffnet wurde. Mit seinen über 8000 Artefakten aus den wichtigsten Epochen des antiken Ägypten - von der prädynastischen bis in die christliche Zeit - gehört es heute zu den weltweit bedeutendsten Sammlungen. Von ganz besonderer Bedeutung sind hierbei die Funde aus dem Alten Reich (um 2707–2170 v. Chr), dem Zeitalter der großen Pyramiden.Zum 100jährigen Jubiläum des Roemer- und Pelizaeus-Museum (RPM) fand dort vom 16 April bis zum 21. August 2011 die Sonderausstellung "Giza – Am Fuß der großen Pyramiden" statt, zu der weltweit 13 andere Museen und Sammlungen ihre Leihgaben beisteuerten. Besonders glücklich schätzte sich die damalige Leitende Direktorin und Geschäftsführerin des RPM, Dr. Katja Lembke, dass erstmals seit 20 Jahren wieder Objekte aus dem Fundus des Ägyptischen Museums Kairo an ein Ägyptisches Museum in Deutschland ausgeliehen wurden. Die Kairoer Exponate besaßen nicht nur einen hohen wissenschaftlichen Wert, sondern waren auch eine kleine politische Sensation. Dr. Lembke würdigt in ihrem Vorwort die Leihgaben als lebendige Zeugen eines intensiven und hervorragenden Wissenschaftlichen Austauschs zwischen Ägypten und Deutschland. Hierfür bedankte sie sich ausdrücklich bei dem damaligen Minister für Altertumsgüter, Dr. Zahi A. Hawass, der hierzulande durch das Buch "" und die zweifelhafte Dokusoap "]" und seiner Aufforderung zur Rückgabe der Nofretete-Büste besondere Popularität erlangen konnte.Der vom Münchner Hirmer Verlag herausgegebene Begleitband zur Ausstellung beginnt mit einem Lageplan des "Giza-Plateaus", aus dem neben den drei großen Pyramiden, Königinnen-Pyramiden, Felsgräbern, Tempeln und Sphinx auch die Friedhöfe, mit den deutschen, italienischen, us-amerikanischen und österreichischen Grabungen ersichtlich sind. Einer chronologischen Übersicht des Alten Reiches, in der neben den Pharaonen der 4. 6. Dynastie auch die korrespondieren Grabbesitzer auf dem Giza Plateau genannt werden, folgt der erste Teil des Bandes mit insgesamt 13 Essays verschiedener renommierter Autoren. Ludolf Pelizaeus, ein Nachfahre des Mäzens und außerplanmäßiger Professor am Historischen Seminar der Johannes Gutenberg Universität Mainz stellt den historischen Kontext zwischen Ägypten an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert und dem Leben und der Sammlertätigkeit seines Ahnherrn her. Prof. Der Manuelian (Harvard Universty), Antje Spikermann (Universität Leipzig)und Dr. Regina Hölzl (KHM Wien) befassen sich mit dem Leben und Wirken bedeutender Ägyptologen, die an den Ausgrabungen mitwirkten, wie "Papa George", Georg Andrew Reisner (1867 - 1942), Georg Steindorff (1861 - 1951) und Hermann Junker (1877 – 1962) geschrieben wurde. Der österreichische Ägyptologe Peter Jánosi stellt danach Giza als eine Totenstadt im Wandel des Alten Reiches und die Mastabas (arab.: Steinbänke) als Gräber der Elite vor. Weitere Essays sind Themen wie Mumifizierungstechnik, Staat, Verwaltung und Privatleben der gesellschaftlichen Elite sowie den Jenseitsvorstellungen gewidmet, die zum großen Teil aus dem Bildprogramm der Gräber ersichtlich sind. Den Abschluss des ersten Teils macht der ehemalige Direktor des Instituts für Ägyptologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Prof. Dr. Günter Burkhard mit seinen Betrachtungen zu den schriftlichen Hinterlassenschaften des Alten Reichs, zu denen die Textgattungen "Autobiographien" und "Pyramidentexte" gehören.Den zweiten Teil des Buches bilden die 97 Seiten des Ausstellungskataloges, der gemäß den drei Ausstellungsräumen in die Abschnitte "Giza-Gräber: Häuser für die Ewegkeit", "Steindorffs Gräber" und "Die Grabbesitzer von Giza" gegliedert ist. Zu jedem der nummerierten Exponate gibt es eine Infotafel, aus der Werkstoff, Abmessungen, genaue Fundstelle und Datierung und der Leihgeber ersichtlich sind.Auch nach zwei Ägyptenreisen und dem Besuch der ägyptologischen Abteilungen der großen Museen zahlreicher europäischer Hauptstädte kann timediver® die Ausstellung und ihr Begleitbuch nur als einzigartig bezeichnen.