Read Afrika vor dem großen Sprung by Dominic Johnson Online

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In vielen L ndern Afrikas ist eine neue ra angebrochen, die von geradezu revolution ren Umw lzungen gepr gt ist Die zunehmende Mobil und Internetkommunikation, die hohen Wachstums und Investitionsraten, die rapide Verst dterung und Verj ngung der Gesellschaft haben gro e Ambitionen einer neuen Generation wachgerufen Afrikas Jugend und die neue afrikanische Mittelschicht suchten ihre eigenen Wege aus Armut und Abh ngigkeit und l sten sich zunehmend von alten Modellen und europ ischen Vorbildern Dank der neuen Generation entsteht eine verf hrerische Gr nderzeitstimmung mit vielf ltigen Perspektiven Ob damit auch die ra von Massenarmut, Unterdr ckung und Staatsverbrechen vorbei ist, muss sich allerdings erst noch zeigen Dominic Johnson macht die afrikanische Bev lkerung als aktiv handelnde Gestalter ihrer eigenen Zukunft begreifbar....

Title : Afrika vor dem großen Sprung
Author :
Rating :
ISBN : 3803126568
ISBN13 : 978-3803126566
Format Type : E-Book
Language : Deutsch
Publisher : Verlag Klaus Wagenbach Auflage 1 22 Februar 2011
Number of Pages : 197 Pages
File Size : 589 KB
Status : Available For Download
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Afrika vor dem großen Sprung Reviews

  • Rauls
    2019-05-04 16:47

    Somit meine erste Rezension im Netz überhaupt! Ganz tolles Buch, sehr wichtige und zeitgenössische Informationen! Definitiv wird hier kein Thema über- oder unterpräsentiert. Vielen Dank, Herr Johnson!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  • Estragon
    2019-05-06 13:51

    Die wesentlichen Vorzüge des kleinen, aber ebenso dicht geschriebenen wie lesbaren Buchs sind in der Kundenrezension von Rudolf Blauth zutreffend benannt worden, ebenso die Punkte, die zu Bedenken und zum Einspruch Anlass geben. Hilfreich scheint mir das Buch vor allem deshalb, weil es auf politische, ökonomische, soziale und kulturelle Dynamiken aufmerksam macht, die auch von der Berichterstattung in der überregionalen Presse usw. vernachlässigt werden. Dazu kommt Dominic Johnsons – in einigen Hinsichten sicherlich problematisches – Beharren auf der Selbstzuständigkeit der afrikanischen Menschen. Damit wird keiner neoliberalen Ideologie der vermeintlichen ›Selbstverantwortung‹ das Wort geredet. Vielmehr geht es Johnson um die Korrektur immer noch bestehender kolonialer Denkmuster, die auch noch wohlmeinendste Urteile und Vorschläge unbewusst prägen. Die Neigung, den afrikanischen Akteuren – sei es aus Eigeninteresse oder aus Altruismus – ins Lenkrad zu greifen, ist nach wie vor quer durch die politischen Lager verbreitet.

  • Rudolf Blauth
    2019-05-23 11:51

    Dominic Johnson, langjähriger Afrika-Redakteur der taz, hat sich mit seinem Buch sicher nicht nur Freunde gemacht: Er sagt den postkolonialen Ansätzen den Kampf an. Er rechnet mit linken westlichen Globalisierungsgegnern und ihrem Weltbild ab, wonach afrikanische Regierungen durch ihre Abhängigkeit von den internationalen Finanzinstitutionen gezwungen sind, eine Politik gegen die Interessen ihrer Bevölkerung durchzusetzen ("mehr als ein Körnchen Wahrheit war es nie"). Und er brüskiert bereits mit seinem Buchtitel all diejenigen, die sich mit dem Bild eines armen, kranken und ausgebeuteten Afrika, das stärker denn je die Entwicklungszusammenarbeit der reichen Industriestaaten benötigt, seit langer Zeit eingerichtet haben.Für Johnson geht es heute primär nicht mehr um die Auseinandersetzung mit dem Erbe der kolonialen Epoche und ihren heute noch sichtbaren gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Konsequenzen. Denn für ihn ist das Afrika von heute nicht mehr das Afrika von gestern. Afrika steht vor dem großen Sprung, "ist ein Kontinent der permanenten Veränderung". Längst hat sich in den meisten Ländern eine einheimische Elite herausgebildet, die allen globalen Zusammenhängen zum Trotz für die aktuelle Lage in ihren jeweiligen Ländern selbst verantwortlich ist.Die Zeit der Fremdbestimmung Afrikas ist für den Buchautor vorbei. An ganz vielen konkreten Beispielen macht er deutlich, wie atemberaubend schnell Afrika sich entwickelt. Stichworte der Veränderung sind die Verstädterung, Verjüngung und Industrialisierung Afrikas, die Zunahme der Kapitalströme innerhalb des Kontinents, das ungeheure Potential der Landerschließung und natürlich der Ressourcenreichtum, der dazu führt, dass infolge der gestiegenen Rohstoffpreise heute große Mengen Geld nach Afrika fließen. Und schließlich "schweißt der Mobilfunk Afrika zusammen, wie es keine andere Technologie bisher getan hat".Für Johnson durchlebt Afrika gegenwärtig "eine revolutionäre Ära, in der es sich häufig und praktisch neu erfinden muss". "Noch vor wenigen Jahren schien der Kontinent, zumindest in der karikaturalen Vorstellung von Afrika als ewigem Opfer, als fünftes Rad am Wagen der Globalisierung, lediglich Objekt von Fremdbestimmung und Ausbeutung zu sein." Afrika werde von einem Objekt zu einem Akteur der Globalisierung mit einer zunehmenden ökonomischen Verflechtung der afrikanischen Staaten untereinander.Vorbilder der aufstrebenden Staaten Afrikas seien die Tigerstaaten Afrikas, die zeigen, dass es möglich sei, ohne Anleitung des Westens den Sprung zur Industrienation zu schaffen: "Das asiatische Modell bedeutet für Afrika, sich direkt und unverblümt dem wirtschaftlichen Aufbau zu widmen, ohne sich mit Fragen der richtigen politischen Ideologie und Staatsform aufzuhalten. Erst kommt das Fressen, dann die Moral."Das Buch von Johnson fordert auch die deutsche Afrika-Szene heraus. Er outet sich als ein großer Anhänger des tansanischen Staatsgründers Julius Nyerere und datiert sogar die Geburtsstunde des neuen Afrika auf den 11.4.1979 - dem Einmarsch Tansanias in das Nachbarland Uganda und damit der Einführung des Prinzips "Nicht jeder Zustand eines afrikanischen Landes ist hinnehmbar".Johnson setzt hinter seinen Buchtitel ganz bewusst kein Fragezeichen - trotz der von ihm benannten Armut des Kontinents, der hohe Arbeitslosenrate, des riesigen Lumpenproletariats, das außerhalb des Wirtschaftswachstums steht, welches zudem nur in wenigen Ländern die notwendigen 7 % umfasst, die kontinuierlich notwendig sind, um einen spürbaren Wohlstandswachstum zu erzeugen. Die große Gefahr, dass eine immer größer werdende Kluft zwischen arm und reich (die heute jede Partnerschaftsgruppe vor Ort in Afrika stärker denn je wahrnimmt) auch zu einem großen Sprung Afrikas in blutige soziale Unruhen führen kann, hätte vom Autor vielleicht noch etwas ausführlicher erörtert werden müssen.Ein großes Thema Afrikas lässt Johnson merkwürdigerweise komplett außen vor: Die intensiven Bemühungen der asiatischen Staaten, allen voran China, Zugang zu den afrikanischen Rohstoffen zu gewinnen. Als der indische Premierminister Singh vor wenigen Tagen Bundeskanzlerin Merkel empfing, war er gerade erst aus Äthiopien und Tansania zurückgekehrt. Selbst die Türkei übt sich, ausgeschlossen aus der EU, in Afrika als global player. Nicht aufgeworfen wird auch die Frage, welche konkreten Konsequenzen aus einem "Afrika vor dem großen Sprung" und angesichts der asiatischen Offensiven für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit zu ziehen sind.Wenig Verständnis zeigt Johnson für das Anliegen der europäischen Tier- und Naturschützer. Die Selbstverpflichtung Tansanias, mit seinen Anträgen auf Anerkennung als Weltnaturerbe diese (als Naturerbe der gesamten Menschheit) entsprechend sorgsam zu bewahren, weist Johnson unterhalb seines sonstigen Niveaus schroff ab mit dem Satz "Mit welchem Recht diktiert Europa heute Afrika, wie es mit seinen Reichtümern umzugehen habe, nachdem es sie selbst gestohlen und den Kontinent verwüstet hat?" Mit demselben Argument könnten afrikanische Tyrannen die berechtigten Einmischungen Europas gegen Menschenrechtsverstöße ihrer Länder abweisen.Dennoch: Ein herausragendes und empfehlenswertes kleines Buch, weil es keine Tabus scheut und zum Querdenken und zur lebendigen Diskussion anregt. Wie schreibt Johnson (dann wieder sehr weise) in seinem letzten Satz? "Die Zukunft ist offen."

  • Djembe-Fan
    2019-04-27 10:39

    Johnson rechnet mit "Globalsierungsgegnern" ab? Er hat sich mit seinen Kriegshetzartikeln in der TAZ (immer zugunsten der Globalisierer USA, England und Frankreich) schon lange jenseits einer seriösen berichterstattung gestellt.