Read Im Auto durch zwei Welten: Die erste Autofahrt einer Frau um die Welt 1927 bis 1929 (Edition Frauenfahrten) by Gabriele Habinger Online

im-auto-durch-zwei-welten-die-erste-autofahrt-einer-frau-um-die-welt-1927-bis-1929-edition-frauenfahrten

Die erste Autofahrt einer Frau um die Welt, 1927 bis 1929Gebundenes BuchCl renore Stinnes, eine erfolgreiche Autorennfahrerin der zwanziger Jahre plant ein waghalsiges Unternehmen eine Autofahrt rund um die Erde Die Reiseroute f hrt durch 23 L nder der Alten und Neuen Welt, durch Gegenden ohne Stra en und ohne Tankstellen Trotz Pannen und widriger Wetterverh ltnisse beenden sie ihre Fahrt nach ber zwei Jahren erfolgreich....

Title : Im Auto durch zwei Welten: Die erste Autofahrt einer Frau um die Welt 1927 bis 1929 (Edition Frauenfahrten)
Author :
Rating :
ISBN : 9783853711057
ISBN13 : 978-3853711057
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch
Publisher : Promedia Auflage 2 22 Juni 2016
Number of Pages : 184 Pages
File Size : 661 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Im Auto durch zwei Welten: Die erste Autofahrt einer Frau um die Welt 1927 bis 1929 (Edition Frauenfahrten) Reviews

  • Rezensentin
    2019-01-17 01:14

    Sie erlebt sie noch, die Frage Stota qua Germania?" Was ist Deutschland?" als sie durch die Mongolei fährt.Clärenore schreibt sehr schnörkellos und nichts Überflüssiges. Das zeigt sich schon daran, dass die schwierigen Strecken, also insbesondere die Strecke Moskau bis Peking und dann noch einmal die Andenetappen in Südamerika mehr als dreiviertel des Buches einnehmen. Sie ist eine sehr starke Frau, nicht ohne Selbstironie. Sie hat ein weibliches Selbstbewusstsein und einen Scharfsinn, mit dem sie ihrer Zeit weit voraus ist, bleibt aber bei der Beurteilung von politischen Umständen auch ein Kind ihrer Zeit:Folgende Zitate stehen für ihren Stil:Als Proviantverantwortliche hatte ich Sorge getragen und 128 hartgesottene Eier mitgenommen. Kam nun die Mittagsstunde heran, so erhielt jeder von uns ein Butterbrot und zwei Eier mit der Hoffnung auf ein Warmes Abendbrot. Söderström erzählte mir später, er hätte den Augenblick herbeigesehnt, wo endlich das letzte dieser Eier vertilgt worden sei, damit wir dann Mittagessen bekommen ... oh trügerische Hoffnung auf ein nie kommendes Mittagsmahl."Wenn man sich vergegenwärtigt, dass die Hauptstadt Angora (das heutige Ankara) im Jahre 1918 überhaupt noch nicht bestanden hat... noch standen die Häuser kahl nebeneinander, kaum ein großes Gebäude. Trotzdem fühlten wir die Möglichkeit, dass vielleicht hier schon in wenigen Jahren das Leben einer Großstadt abrollt..."Die einzigen Zwischenfälle ergaben sich durch Polizeiposten, die sich ein Gewerbe daraus machten, Geld von Automobilen zu erheben, um ihr Gehalt aufzubessern. Da wir im Besitz von Papieren waren, die uns eine ungehinderte Durchfahrt zusicherten, sahen wir nicht ein, warum wir von diesen Maßnahmen" betroffen werden sollten ... bei schwach gebauten Barrieren winkte ich, um Aufenthalt zu vermeiden, Söderström zu, und er nahm dann in voller Fahrt mit dem Großen Wagen das Hindernis, eine Bresche schlagend, durch die ich mit dem kleinen Wagen folgen konnte."(Russische) Frauen waren psychisch und physisch veranlagt, diese harten Bedingungen zu ertragen. Es gehörte nicht zu den Seltenheiten, dass sie 16 oder 18 Kindern das Leben gaben. Die Trauer, wenn eines starb, war nicht groß, der Verlust einer Kuh wurde ... härter empfunden."Um einen Vergleich aus der heutigen Zeit zu bemühen: Beim Lesen fühlt man sich manchmal als wenn man den Blog eines Freundes liest, der immer nur kurz und mit Schwierigkeiten auf seiner Reise um die Welt ins Internet kommt und sich deshalb auf das Wesentliche beschränkt.Man erlebt Clärenore und Söderström hautnah und wer könnte sie besser charakterisieren als Clärenore selbst? "Söderström, ein unbekannter Schwede, und ich, ein Etwas in Kakhihosen, von dem man zuerst nicht weiß, ob es ein Junge oder ein Mädchen sei."

  • Mario Koch
    2019-01-10 19:50

    Es war schon ein Wagnis, als Frau, nur in Begleitung von (anfangs noch) drei Männern und einem Hund am Ende der Zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts um die Welt zu fahren. Die damals 25jährige Tochter des Fabrikanten Hugo Stinnes hatte dazu nicht nur den Mut, sondern auch die Befähigung aufgrund dessen, dass sie schon einige Zeit Autorennen fuhr.Als Clärenore Stinnes 1927 in Frankfurt auf große Reise ging, um über den Balkan, Iran und die junge Sowjetrepublik nach China zu fahren, da gab es zwar schon zahlreiche Autos. Aber diese fuhren keinesfalls dort, wo Fräulein Stinnes ihren Weg suchte. Und auch die Fahrwege waren meist alles andere als komfortabel. So gehörten Balken und Seile sowie eine Winde zur Grundausstattung der Weltreisenden. Bis dahin war die elegante Dame von Welt zwar auf vielen Werbeplakaten neben einem Auto zu sehen - aber als Fahrerin, noch dazu bei einem solchen Unternehmen, war sie eigentlich nicht eingeplant. Somit bewies Clärenore Stinnes auch, wozu eine Frau mit eisernem Willen fähig ist.Neben schlechten Fahrwegen (von Straßen wollen wir garnicht reden), gab es Wegelagerer, wilde Tiere, Wetterkapriolen (meterhoher Schnee in Sibirien, Sandstürme) und keine Servicestationen für Benzin oder Reparaturarbeiten am Wegesrand. Die Expedition war eine logistische, sportliche und technische Meisterleistung. Und auf dem Weg lernten die Reisenden viele interessante Gegenden kennen: die Türkei, den Iran, die damals noch junge Sowjetunion, die Mongolei. Später dann Peru, Bolivien, Argentinien und die USA. Erst dort konnten sie auf richtigen Straßen vorankommen. In Peru musste man sich durch unwegsames Gelände kämpfen, denn die Panamericana war damals noch lange nicht im Bau.Clärenore Stinnes schildert ihre Erlebnisse auf der Weltreise selbst. Dabei sind natürlich auch die Begegnungen mit den Einheimischen für heutige Leser oftmals erstaunlich. Die Schilderung von betrunkenen Russen oder mal mehr oder weniger hilfreichen peruanischen Mitmenschen könnte durchaus auch in der heutigen Zeit geschrieben worden sein.Kulturhistorisch ist dieses Buch sehr interessant und vermittelt viele wissenswerte Einzelheiten der bereisten Regionen. Einige zeitgenössische Fotos, die während der Reise aufgenommen worden sind, illustrieren das lesenswerte Buch über eine fast 50.000 Kilometer lange Autofahrt.

  • Gabriele Brafford
    2019-01-14 23:47

    Ich mag keine Romane - ich will Fakten, Erlebnisse und Abenteuer. Dieses Buch war sehr interessant. Wenn man bedenkt wann diese Reise stattgefunden hat - diese Frau hatte wirklich Mumm.