Read Biometrische Verfahren by Veronika Nolde Online

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ber den Autor und weitere MitwirkendeDie Herausgeber Lothar Leger ist Gesch ftsf hrer einer renommierten Frankfurter Unternehmensberatung Veronika Nolde ist im gleichen Unternehmen als Unternehmensberaterin t tig Zu ihren Schwerpunkten z hlen die Themen Dokumenten und Wissensmanagement sowie biometrische Verfahren.Leseprobe Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber Alle Rechte vorbehalten.Biometrie ist weder neu, noch revolution r, noch futuristisch Sie hat den Menschen schon sehr fr h fasziniert Bereits vor einigen hundert Jahren fanden erste K rpervermessungen statt Biometrie ist uns gel ufig So wissen wir alle, dass es uns ab und zu gelingt, einen Menschen aus der Ferne an seinem Gang zu identifizieren, oder am Schritt zu erkennen, wer um die Ecke kommt, bevor wir ihn gesehen haben In den meisten F llen geht es bei der Biometrie darum, eine Person zu identifizieren oder zu verifizieren, ob die Person auch wirklich die Person ist, f r die sie sich ausgibt Die Identit t soll also in irgendeiner Weise nachgewiesen werden.Hier kommen zwei zentral Begriffe ins Spiel, die uns auch in den folgenden Kapiteln immer wieder begegnen werden Besitz und Wissen Unter Besitz wird die tats chliche Herrschaft ber etwas einen Ausweis oder einen Schl ssel verstanden Wissen bezieht sich zum Beispiel auf Kennworte, PINs, Zugangscodes und hnliches Damit werden gleich die Schw chen bisheriger Verfahren angesprochen Den Ausweis k nnen wir verlieren und das Kennwort vergessen Au erdem sind diese Verfahren nicht uneingeschr nkt und un trennbar mit einer Person verbunden Missbrauch ist relativ unproblematisch Biometrische Verfahren erm glichen hingegen eine zweifelsfreie Identifikation des Betroffenen, da sie personengebundene und nicht nur personenbezogene Merkmale erfassen.Die Identifikation des Menschen ber seinen Fingerabdruck hat die Kriminalistik revolutioniert Aber reicht die Biometrie aus, um sie auch in kommerziellen Systemen zur zweifelsfreien Identifizierung und Authentifizierung einzusetzen Abschlie end soll die Frage hier nicht behandelt werden Aber ein paar Hinweise sollen schon gegeben werden In einer Zeit zunehmender elektronischer Vernetzung und der damit einhergehenden Digitalisierung der Gesch ftswelt, wird auch das Thema Sicherheit neu zu definieren sein Nur durch hohe Sicherheitsstandards wird es gelingen, f r Vorg nge wie Online Banking oder e Commerce eine weitreichende Akzeptanz schaffen zu k nnen Sp testens seit die europ ische Union ihre Mitgliedstaaten aufgefordert hat, bis zum 19 Juli die Richtlinie ber gemeinsame Rahmenbedingungen f r elektronische Signaturen in nationales Recht umzuwandeln, ist auch das biometrische Verfahren, das zum einen Teil der elektronischen Unterschrift ist, sie aber auch ganz ersetzen kann, zu einem ffentlichen Thema geworden.Laut einer Studie der Marktforscher Frost and Sullivan wird sich infolge des starken Sicherheitsbedarfs der Umsatz biometrischer Erkennungssysteme bis zum Jahr 2006 ann hernd verf nffachen was einem Wert von 160 Mio Dollar entspricht Grund daf r sei der steigende Sicherheitsbedarf, den Bereiche wie m Commerce und e Commerce hervorrufen Der von verschiedenen Marktforschern prognostizierte und heute bereits deutlich erkennbare rasch zunehmende Bedarf an sicheren Verfahren zur Authentifizierung von Personen wird zu einem gleicherma en erh hten Informationsbedarf in der Gesellschaft f hren.Die Biometrie ist als allgemein eingesetztes Verfahren noch sehr jung Auch wenn erste Produkte bereits vor einigen Jahren auf dem Markt waren, so befinden wir uns derzeit doch in einer fr hen Phase des Lebenszyklus der Biometrie Die einzelnen Verfahren weisen zum Teil eine nicht immer ausreichende Zuverl ssigkeit f r den breiten Einsatz auf Auch sind die Kosten pro Erkennungsger t noch recht hoch Bemerkenswert ist aber die zu beobachtende Ausbreitungsgeschwindigkeit von Anbietern und die Fortschritte bei der Entwicklung der einzelnen Verfahren Dies l sst sich zum Beispiel an der Anzahl der Aussteller f r Biometrie auf Messen beobachten Ein weiterer Indikator ist die Anzahl der Projekte, die von Konzernen und Unternehmen aufgesetzt werden, um die Einsatzm glichkeiten und die Alltagstauglichkeit von biometrischen Verfahren zu berpr fen Grunds tzlich konnten wir bei unseren Recherchen und in zahlreichen Gespr chen feststellen, dass folgende branchenunabh ngige Trends die Etablierung und Entwicklung von biometrischen Verfahren verst rken Ausbreitung des Internets und der Intranetl sungen Digitalisierung der Kommunikation zunehmendes Sicherheitsbed rfnis bei eBusiness und mCommerce L sungen elektronische Signatur und SmartCard Virtualisierung und Internationalisierung von Unternehmen.Die Entwicklung des Internets und damit verbunden die rasche Entwicklung von L sungsans tzen wie eBusiness und mCommerce erfordern neue und benutzerfreundliche Verfahren einer zweifelsfreien Personenerkennung Anachronismen, wie das Ausf llen eines elektronischen Anmeldeformulars, der anschlie enden Ausdruck, die handschriftliche Unterzeichnung, das Abschicken des Formulars in Papierform und das abschlie ende Einscannen beim Anbieter werden von allen Seiten richtigerweise als wenig effizient gesehen Die Bereitschaft, umfangreich Online zu ordern und Vertr ge ber das Internet abzuschlie en ist entsprechend zur ckhaltend Eine Reihe von Dienstleistungsanbieter im Internet musste dies schmerzlich feststellen Das Informationsangebot wird gerne angenommen, entsteht daraus ein echtes Kaufinteresse, so geht der K ufer den konventionellen Weg und schlie t zum Beispiel seine Versicherung bei dem Makler vor Ort ab.Das Internet wird dem gestiegenen Sicherheitsbed rfnis der Anwender nicht nur in diesem Fall nicht gerecht Mit zunehmender Ausbreitung der Internetanschl sse suchen Anwender und Unternehmen nach zuverl ssigen und einfachen Verfahren, um im Internet Transaktionen auszuf hren, Informationsquellen zu nutzen und Informationen auszutauschen Erste Konzepte, elektronische Safes anzubieten, bei denen man sich nur mit der Super PIN identifizieren kann und die alle m glichen anderen PINs verwalten, werden diskutiert Aber dieses Vorgehen ersetzt nur verteilte Einzelrisiken durch ein et was geringeres Gesamtrisiko und beh lt die Ursache des Risikos, n mlich die Aussp hbarkeit der PIN, bei.Die wachsende Elektrifizierung unseres Kommunikationsverhaltens verst rkt diesen Trend und seine Folgen Mobile Endger te, die Allgegenw rtigkeit von Mobiltelefonen, Palmtops, Entwicklungen wie e Learning, Telemedizin und Telearbeit f hren zu einer Vielzahl von Stellen, an denen man sich anmelden und identifizieren muss Der Wunsch, dies einfach mit einem Fingerabdruck, oder wie es in einer Werbebotschaft hei t einfach mit einem guten Namen in Form der elektronischen Unterschrift zu leisten, ist nur verst ndlich SmartCard Anbieter wittern deshalb auch Morgenluft Denn die SmartCard kann, tech nisch gesehen, verschiedene Merkmale aufnehmen Neben einer PIN k nnen mehrere biometrische Merkmale als Template gespeichert und bei Bedarf zum Vergleich abgerufen werden Erg nzt um personenbezogene Daten Adresse, Bankverbindungen, Ergebnisse rztlicher Untersuchungen wird die SmartCard zum Sesam ffne Dich f r zah reiche Situationen des privaten und beruflichen Alltags.Diese Digitalisierung der Gesellschaft hat eine gewisse soziokulturelle Brisanz Bewegen wir uns auf eine informationstechnische Zwei Klassen Gesellschaft zu Wird zu k nftig derjenige bevorzugt, der digital ausgestattet ist Oder noch extremer, ist der Besitz einer SmartCard, einer elektronischen Signatur und diverser Kennworte Voraussetzung f r den Zugang zu bestimmten Bereichen des Lebens Hersteller, Dienstleister, Verb nde und Politiker haben die Verantwortung, dem entgegenzuwirken Wir d rfen es nicht zulassen, dass einzelne nur aufgrund der Tatsache, dass sie zum Beispiel aus Kostengr nden, aus Gr nden fehlender Information, oder einfach weil sie nicht mit der technischen Entwicklung Schritt halten k nnen, noch keine elektronische Signatur besitzen und deshalb von verschiedenen Services des t glichen Lebens ausgeschlossen Auszug aus der Einleitung...

Title : Biometrische Verfahren
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ISBN : 3871564648
ISBN13 : 978-3871564642
Format Type : E-Book
Language : Deutsch
Publisher : Deutscher Wirtschaftsdienst 1 Januar 2002
Number of Pages : 275 Pages
File Size : 681 KB
Status : Available For Download
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Biometrische Verfahren Reviews

  • None
    2019-01-02 11:06

    Ein gutes FachbuchDer Aufbau ist praxisorientiert, die Sprache absolut verständlich, alle Themenbereiche sind abgedeckt und alle existierenden Merkmale sind zu Beginn ausführlich beschrieben. Vor allem die sozio-politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen sind hilfreich, da sie auch auf die Risiken dieser neuen Technologie hinweisen.Wer Biometrische Verfahren wirklich einsetzen möchte, der wird unter dem Kapitel „Entscheidungshilfen bei der Einführung" finden was er braucht.Die Beschreibungen einzelner Anwendungsfälle macht klar, was die Technologie kann und wo ein Einsatz keinen Sinn macht.Jeder Laie kann sich mit Hilfe dieses Buchs ein aussagekräftiges Wissen zum Thema Biometrie aneignen.