Read Philosophie für die Theologie: Mit einer Laudatio von Bischof Rudolf Voderholzer by Peter Hofmann Online

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J rg Splett geb 1936 in Magdeburg , Sch ler von Max M ller und Karl Rahner, gibt seit Jahrzehnten als Hochschullehrer, engagierter Redner und fruchtbarer Autor der christlichen Philosophie Gesicht und Gewicht Durch die Reflexion auf die Grunderfahrungen des Menschen entwickelt er seinen philosophischen Ansatz, der die Glaubensvorgabe nicht verschweigt In diesem Buch sind Vortr ge und Aufs tze aus den letzten Jahren zusammengetragen und thematisch geordnet So bietet sich der Leserschaft die M glichkeit sich in das Denken eines zeitgen ssischen Philosophen einzufinden und zu vertiefen Die Laudatio des Regensburger Bischofs Rudolf Voderholzer, anl sslich der Ehrenpromotion Spletts zum Doktor der Theologie der Katholisch Theologische Fakult t der Universit t Augsburg 2014, gibt einen guten Einstieg in das Leben und Werk von J rg Splett F r die Studierenden der Philosophie und der Theologie, aber auch f r alle an den menschlichen Grundfragen Interessierten ist dieses Buch eine Einladung zum Weiterdenken.Die Herausgeber, P Dr Justinus Pech OCist und Prof Dr Peter Hofmann, sind Sch ler J rg Spletts und lehren Fundamentaltheologie in Heiligenkreuz Wien und Augsburg....

Title : Philosophie für die Theologie: Mit einer Laudatio von Bischof Rudolf Voderholzer
Author :
Rating :
ISBN : 3902694882
ISBN13 : 978-3902694881
Format Type : EPub
Language : Deutsch
Publisher : Be Be Verlag 1 M rz 2016
Number of Pages : 584 Pages
File Size : 667 KB
Status : Available For Download
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Philosophie für die Theologie: Mit einer Laudatio von Bischof Rudolf Voderholzer Reviews

  • Dr. Stefan Hartmann
    2018-11-01 21:05

    Oft sind Theologen in der Versuchung, sich nur für in der pastoral-homiletischen Praxis verwertbare Kenntnisse zu interessieren. Man sucht Zitate, Handlungsanleitungen und rhetorische Hilfen, vergisst aber die gedankliche und geistliche Vertiefung, ohne die die Sprache des Glaubens banal oder flach wird. Neben einer Allgemeinbildung in Kunst, Literatur und Geschichte bedürfen Theologen, die den berechtigten Ansprüchen der Gegenwart genügen wollen, der Grundierung ihres Wirkens durch zweckfreies philosophisches Bedenken der Offenbarungswahrheit. Diesem Anliegen hat sich Jörg Splett, geboren 1936 in Magdeburg, ein Leben lang als Philosophieprofessor in Frankfurt und München gewidmet. Der spätere Lehrer an Jesuitenhochschulen war selbst nach seinem Abitur am Bad Godesberger Aloisiuskolleg kurz Novize der Gesellschaft Jesu. Sein Lehrer in Philosophie war der Heidegger-Schüler Max Müller, bei dem er über die Trinitätslehre Hegels promovierte. Zusammen mit Karl Lehmann war Splett dann Assistent Karl Rahners, dem er besonders in der Zeit der Münchener Guardini-Professur beistand. Habilitiert hat er sich dort mit der Schrift „Die Rede vom Heiligen. Ein religionsphilosophisches Grundwort“. Zum anstehenden 80. Geburtstag des Gelehrten wurde auf Anregung von Peter Hofmann und Justinus C. Pech im Heiligenkreuzer „Be&Be“-Verlag eine repräsentative Sammlung seiner Aufsätze und Themen unter dem Titel „Philosophie für die Theologie“ herausgegeben.Jörg Splett ist ein Grenzgänger zwischen Philosophie und Offenbarungswahrheit. Er hat den personal-dialogischen Ansatz verinnerlicht, ohne den eine zeitgemäße Philosophie sich isolieren würde (und sei es in eine „philosophia perennis“). In vielen Anläufen skizziert er immer wieder eine Anthropo-Theologie, die bei menschlichen Grunderfahrungen ansetzt und die transzendentale Theologie Karl Rahners durch genaue Beobachtungen und Vergleiche konkretisiert. Wichtiger als das katholisch-kontroverstheologische „Und“ ist ihm das philosophisch-personale „Mit“. Im Anschluss an die Dialogphilosophie und an Richard von St. Viktor versucht er menschliches Leben als Mit-Sein, Mit-Fühlen, Mit-Denken, Mit-Lieben und Mit-Leiden ganzheitlich zu verstehen und trinitarisch zu deuten. Aus dem sich begegnenden „Ich und Du“ (Martin Buber) entsteht philosophisch das „Wir“ der Liebe, aus Vater und Sohn entspringt theologisch der Heilige Geist – beides realisiert das „con-diligere“ Richards und führt über Hegel hinaus. „Geist ist tiefer“, sagt Bischof Rudolf Voderholzer in seiner eingangs abgedruckten Laudatio auf den Augsburger Ehrendoktor und prägt das Wort vom dreifaltigen Gott als unserem „Da-heimnis“, von Splett in seinem Dankvortrag „Ancilla philosophia. Theologie im Dienst der Philosophie“ mit Freude aufgenommen. Während früher die Philosophie als Magd der Theologie galt, muss heute die Theologie der wahren Philosophie dienen und sie durch ihren Antwort-Dienst auf philosophische Fragen, die über die vordergründigen Fragen der Menschen (wie sie Paul Tillichs „Korrelationsmethode“ aufgriff) hinausgehen, und dem Ruf zum Lob des herrlich-Schönen, zur Anbetung des Heiligen, vor Gott- und Geistlosigkeit bewahren.Das nun in schöner Aufmachung vorliegende und vom Verfasser selbst zusammengestellte Splett-Lesebuch behandelt alle zentralen Themen seines stets leise sich entfaltenden Lebenswerkes, das immer neue Zwischenrufe und Abhandlungen anbot, ohne in eine fertige Systematisierung zu münden. Die Kapitel sind mit „Wahrheit, Logos, Reflexion“, „Der Mensch als Person und Bild“ (incl. ein „Gespräch mit Johann Gottlieb Fichte“), „Leid, Glück, Dank“ (wo den Rezensenten besonders der Beitrag „Glaubensglück“ ansprach), „Eros, Ehe, Ethik“ (mit dem gescheit-lockeren Aufsatz „Ein Wer ohne Was?“ zur Gender-Frage), „Kunst und Dichtung“ („Transfiguration“; „Zu Dantes ‚Poema sacro‘ im Blick auf unsere Spiritualität“) und schließlich „Gott, Glaube, Argument“ (zentral der Text „Gottes Dreieinigkeit denken?“) überschrieben.Splett spielt souverän auf der Klaviatur des abendländischen Denkens und Dichtens. Kant, Herder und Fichte sind dem sympathischen Gelehrten genauso vertraut wie moderne Denker (Camus, Levinas, Henrich, Danto) oder die großen Namen der christlichen Tradition. Splett widerlegt in seiner Art das Wort Martin Heideggers von einer christlichen Philosophie als „hölzernem Eisen“. Die Herausgeber übertreiben nicht, im Vorwort seine bildende Präsenz an die Seite Romano Guardinis zu stellen. Spletts Impulse und Unterscheidungen sind ein ergiebiger Schatz für die Verkündigung und Bezeugung des Glaubens – auch wenn der fünf Jahre ältere Regensburger Philosoph Ferdinand Ulrich vielleicht ein tiefschürfenderer Denker des Seins und seiner Begebenheiten ist. Das nun vorliegende große Splett-Lesebuch war trotz mehrerer bereits vorliegender Festschriften und Textsammlungen ein Desiderat und wird seinen Dienst tun. Allen philosophisch-theologisch Interessierten und besonders allen Theologiestudierenden sei es ans Herz gelegt. Nicht nur die Heiligenkreuzer „Philosophisch-Theologische Hochschule Papst Benedikt XVI.“ wird sich in ihrem kirchlichen Bildungsauftrag außer an dem Theologenpapst Benedikt XVI. auch an dem kongenialen christlichen Philosophen Jörg Splett ausrichten können. Er sammelt, hütet und mehrt ein kostbares Erbe christlichen Denkens.© Dr. Stefan Hartmann