Read Muss es sein? by Sonia Simmenauer Online

muss-es-sein

Alban Berg Quartett, Guarneri Quartett, Hagen Quartett, Vogeler Quartett ber hmte Ensembles, denen Sonia Simmenauer ihr Leben als Konzertagentin widmet F r die einen ist das Streichquartett die reinste Form der Musik, f r andere ein ehrf rchtig be ugtes, abstraktes Gebilde Dabei handelt es sich um vier Menschen, die Musik machen und, wenn sie das professionell tun, miteinander leben, arbeiten, reisen, auftreten, sich streiten und sich lieben ein idealer Kampfplatz f r Neurosen, Beziehungsprobleme und die Auseinandersetzung mit anspruchsvollster Musik Sonia Simmenauers Buch ist eine ber hrende, sehr unterhaltsame Beschreibung dieser Lebensform mit viel Musik und einigen der bedeutendsten und interessantesten Quartettisten, die zu Wort kommen....

Title : Muss es sein?
Author :
Rating :
ISBN : 3937834249
ISBN13 : 978-3937834245
Format Type : E-Book
Language : Deutsch
Publisher : Berenberg Verlag Auflage 3., Aufl 1 Januar 2012
Number of Pages : 261 Pages
File Size : 664 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Muss es sein? Reviews

  • Maria
    2019-03-17 21:30

    Es ist spannend, mitreißend, fesselnd und hat in mir sehr, sehr viele Kindheitserinnerungen wieder wachgerüttelt. Habe so viele Paralleln zu meiner Kindheit und Jugend, ich die aus einer Musikerfamilie stammt, vorgefunden. Habe es in einer Nacht durchgelesen, da es mich nicht mehr los lies.

  • Kulturmanagement Network
    2019-03-15 14:33

    Geradezu schicksalhaft geriet die Konzertagentin Sonia Simmenauer, heute 47 Jahre alt, gleich zu Beginn ihrer beruflichen Karriere an das Genre Streichquartett ' und es ließ sie nicht mehr los. Von vielen Zweiflern belächelt begann sie 1989 ihr Impresariat aufzubauen, mit grandiosem Startkapital: dem Alban Berg Quartett, dem Guarneri Quartett, Tokyo String Quartett und dem Cleveland Quartett.Streichquartette ' das ist bekannt ' sind eine besondere Spezies innerhalb der klassischen Musikszene. Sie haben ein hochintellektuelles, nicht sehr spektakuläres Image und sind in der Regel umgeben von einem eher überschaubarem, sehr sach- und fachkundigem "50plus" -Publikum, das meist sogar selbst musikalisch aktiv ist.Zwei Geigen, eine Bratsche und ein Cello (bei den einzelnen Quartettmusikern handelt es sich größtenteils um hochkarätige Solisten, jeder auf seinem Instrument) sind eine höchst sensible Konstellation, deren Führung durch die Konzertsäle der Welt ein ebensolches Management erfordert: Ausgeprägtes Fingerspitzengefühl und das Wissen um das Verbindende und Trennende zwischen diesen Musikern. Ein Quartett ist, anders als ein Orchester, das zusammenkommt und dann wieder auseinander geht, eine Art Lebensgemeinschaft von vier Künstlerpersönlichkeiten, vier Temperamenten, die aus freier Entscheidung für das musikalische Miteinander glühen und sich in dieser Formation wie in einem Zuhause, einer Ehe ähnlich aufgehoben fühlen. Ein Entschluss, der kaum wieder zurückgenommen werden kann, noch weniger, wenn ein Quartett erst einmal Berühmtheit erlangt hat.Konzertagenten sind gewöhnlich auf das Engste mit den von ihnen vertretenen Künstlern befasst, begleiten die Arbeitsprozesse, nehmen Einfluss auf die Werkauswahl, organisieren u.a. Termine, Konzertsäle, Programmhefte, schließen Verträge, regeln Honorare, sorgen für Interviews und Fototermine, sind die Nahtstelle zwischen Künstlern und Veranstaltern draußen vor Ort. Bevor aber vier Instrumente aus der gleichen Familie durch vier leidenschaftlich miteinander musizierenden Menschen auf der Bühne "sich zu einem einzigen Instrument vereinen (Zitat Bernard Fournier)," geht es für einen Streichquartettagenten richtig rund: Nahezu alle Entscheidungen ' ob die Programmauswahl, die Wahl der Bühnenkleidung, die Reiseentfernung oder die Lage der Hotelzimmer ' müssen von jedem der vier Musiker getragen werden können. Jeder Kompromiss birgt die Gefahr, ihnen etwas von der künstlerischen Energie zu rauben ' für einen Agenten ein Höchstmaß an Einfühlungsvermögen und Menschenkenntnis, das geradezu psychologische Fähigkeiten erfordert.Sonia Simmenauer hat sich auf das hochkomplizierte künstlerische Gebilde "Lebensform Quartett" eingelassen. Sie brennt für ihre Viererformationen, lebt, fühlt, plant, leidet und freut sich mit ihnen. Lebendig beschreibt sie die Ziele und Schwierigkeiten ihrer Arbeit, sieht einen tiefen Sinn in dem, was sie tut. Die Frage "Muss es sein", die Beethoven im letzten Satz seines letzten Streichquartettes Nr. 16 op. 135 stellt, mögen sich auch Sonia Simmenauer und die ihr anvertrauten Musiker in den vergangene Jahren oft gestellt haben. Immer hieß die Antwort: Es muss sein!Was zunächst wie ein sehr persönlicher, unprätentiöser Rückblick auf insgesamt 25 Jahre erfolgreiche Arbeit einer Konzertagentin für Streichquartette anmutet, ist in Wahrheit auch eine präzise, einfühlsame und umfassende Analyse des gesellschaftlichen Mikrokosmos Streichquartett ' und darüber hinaus zu einer feinfühligen, ultimativen Gebrauchsanleitung für die Arbeit mit Streichquartetten geraten. --- Uta Petersen für Kulturmanagement Network

  • Wolfgang Schlüter
    2019-03-11 19:46

    Dies hätte eine faszinierende Lektüre werden können, wenn -- ja, wenn der Berenberg Verlag sich die Mühe gemacht hätte, das Manuskript vor dem Druck zu lektorieren, wie es früher überall üblich war.Schon nach wenigen Seiten hatte ich den Eindruck, daß das nicht geschehen ist.Wie anders sind die ständig falschen Konjunktive zu erklären? Gleich auf der ersten Seite gehts los, wo der Bratschist sagt, nach diesem Konzert "verließe er" das Quartett (statt recte "verlasse er" oder "werde er / wolle er das Quartett verlassen").Oder auf der nächsten Seite: da antworten die Musiker, der Kollege "hätte" (statt recte "habe") noch kein Konzert ausgelassen. Und so immer fort. (Dazu noch die grauslige 'neue' Rechtschreibung.....!)Oder, gleich auf der folgenden Seite, verkorkste Metaphern à la: "die Gefühle scheinen auf der Haut zu liegen". Tatsachen können zwar auf der Hand liegen - und Menschen auf der faulen Haut -- aber Gefühle auf der Haut?Oder Satzanschlüsse mit falschen Pronomina (ebenda) wie: "....auf der Haut zu liegen. Nach dem Konzert warte ich auf sie, usw." Das heißt also: die Autorin wartet nach dem Konzert auf die Gefühle, die auf der Haut zu liegen scheinen....ja? Nein, natürlich sind es die Musiker, auf die sie wartet. Et sic deinceps.Dazu die gestümperte Syntax: permanente Vermeidung von konsekutiven oder konditionalen oder sonstigen Nebensätzen -- statt dessen: Reihungen von Stummelhauptsätzen, ein kurzes Häppchen nach dem anderen, wie aus dem Notizblock eines Journalisten, nur durch Kommata gegliedert -- daß es auch noch Gedankenstriche, Doppelpunkte u. dergl. gibt, oder Semikola, mit denen man Hauptsätze zu trennen pflegt, kommt der Autorin kaum in den Sinn. "Muss es sein?" - "Es muß NICHT sein!", hätte Beethoven geantwortet, und sein Nein mit (fortissimo geschrubbten) verminderten Septakkorden deutlich genug zum Ausdruck gebracht.Denn ein Lektorat, das den Namen verdient, hätte hier eingegriffen und das Manuskript von Frau Simmenauer, die bestimmt eine wunderbare Kammermusik-Agentin ist, aber offenkundig nicht schreiben kann, kräftig überarbeitet. Warum das nicht geschah, weiß ich nicht. Ich weiß nur, daß Verlage immer öfter ihr Lektorat 'outsourcen' oder die Redaktion & Korrektur ihrer Manuskripte gleich ganz den Autoren überlassen. Was diese manchmal überfordert, aber Geld spart.Wie gesagt, ich weiß es nicht. Nur das weiß ich: dieses Buch in Stil & Sprache so mißlungen, daß es Leser wie mich gibt, die, vom Thema im höchsten Maße gefesselt, dennoch das Buch schon nach wenigen Seiten aus der Hand legen und nicht mehr weiterlesen können. Ich meine, das hätte nicht sein müssen.

  • Felix Hartl
    2019-02-19 15:32

    wenn sie dieses buch lesen gewinnen sie einen Einblick in das leben als Musiker - wenngleich von der agentin geschrieben. sehr nette sprache, sehr nette Anekdoten. ein schönes buch für 1-2 stunden .... dann ist es schon gelesen.

  • Carlo Carlucci
    2019-03-14 14:35

    Vieles ist in der Rezension von Kulturmanagement Network gesagt worden, dem ich zustimmen kann. Aber Sonia Simmenauer hat es außerdem mit ihrem wundervollen Buch geschafft, mich endlich für die Kammermusik zu interessieren. Nachdem ich mir einige Streichquartette angehört habe, frage ich mich, wie ich bisher ohne diese Musik leben konnte. "Muss es sein?" hat mich berührt, hat mir viel Freude gemacht und ich werde es bestimmt noch öfter lesen. Und ein großes Lob an den Berenberg Verlag für die edle Art Bücher zu machen.

  • Andreas Olbrich-Baumann
    2019-03-15 18:49

    Das schmale Büchlein von Sonia Simmenauer führt uns in die Welt einer Streichquartett-Agentin ein. Die Autorin beschreibt die logistischen und menschlichen Hürden, die vier Musiker überwinden müssen, um als Streichquartett einen erfolgreichen Abend zu absolvieren. Es beginnt bei der Namensgebung, über das Üben, die Marotten der einzelnen Musiker bis hin zu den zu probenden und aufzunehmenden Stücken. Besondere Beachtung schenkt sie dem Alban Berg Quartett und dem LaSalle-Quartett und Mitglieder beider Quartette kommen ausreichend zu Wort.Wer sich Notenbeispiele oder Besprechungen einzelner Quartette erwartet, liegt hier falsch. Hier geht es um kleine nette Anekdoten aus dem Alltag des Kunstbetriebs!