Read Deutschland im Fadenkreuz: Der zweite dreißigjährige Krieg 1914-1945 - Zwischen Lüge und Wahrheit by Günter Zemella Online

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sehr interessantes Buch...

Title : Deutschland im Fadenkreuz: Der zweite dreißigjährige Krieg 1914-1945 - Zwischen Lüge und Wahrheit
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ISBN : 3941730088
ISBN13 : 978-3941730083
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch
Publisher : Kloster Buchhandlung und Klosterhaus Versand Auflage 1 29 November 2013
Number of Pages : 402 Pages
File Size : 975 KB
Status : Available For Download
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Deutschland im Fadenkreuz: Der zweite dreißigjährige Krieg 1914-1945 - Zwischen Lüge und Wahrheit Reviews

  • Papa Poilu
    2019-01-01 19:11

    Herr Zemella beschreibt ein Drama.Im Zentrum von Europa läuft ein permanenter Irrsinn ab seit dieser Nationalitätenpolarisierung.Wer hat dabei jetzt den grössten Mist gemacht ?Das Buch versucht eindeutig ein Bild zu zeichnen, dass die Deutschen mit dem Versailler Vertragschäbig und unfair über den Tisch gezogen wurden, was wohl aus meiner Sicht richtig ist.Der Rest ist einfach nur Wahnsinn, da kam einfach keiner mehr raus.Jetzt kann man aufrechnen, wer hat mehr Verbrechen begangen, die Deutschen jedenfalls auch wurden brutal rasiert, Rache kann gnadenlossein. Europäer, hört auf damit, vereinigt euch, auch wenn die Deutschen schon wieder vorangehen , Vorsicht, Neid kann gefährlicheBlüten treiben. Nationalismus, Rassismus, das Böse kommt auf leisen Sohlen.Das Buch ist ein Faustschlag in den Bauch der Menschenrechte und das Buch ist ein endloser Faustkampf, meist unter die Gürtellinie.

  • Bernhard Engel
    2018-12-17 23:09

    So lautet das Prädikat, wenn mit einem Buch, Film oder Theaterstück, einer Ausstellung oder sonstiger Veranstaltung "erzieherische Effekte" erzielt werden sollen, die - nicht nur manchmal sondern oft - politisch definiert sind.Dieses Buch will nicht erziehen, sondern klarstellen und somit ein Gegengewicht gegen die Geschichtslügen bilden, die nun seit mehr als 70 Jahren über unserem Land ausgeschüttet wurden. Mit den Worten des ehem. Focus-Chefs Markwort tut es dies mit "Fakten, Fakten, Fakten".Eigentlich gehörte es als Standardwerk in den Geschichtsunterricht JEDER Schule in diesem Land.Weil es aber Geschichtsunterricht im klassischen Sinne schon lange nicht mehr gibt und die meisten Schulen von der links-rot-grünen politisch-korrekten Meinungsmaschinerie beherrscht werden, wird die Wirkung des Buches wohl als weitere "Titanic" im Meer der Geschichtsfälschung untergehen.

  • Overlord
    2019-01-13 22:56

    Ich bin ein Kind der DDR. In der Schule wurde uns damals in allen möglichen Fächern eingetrichtert, dass die ruhmreiche "Rote Armee" unsere Befreier waren und natürlich als Freunde gekommen sind. Von denbegangenen Verbrechen an deutschen Zivilisten, vor allem Frauen, keine Rede. Unzählige wurden nach Ende des Krieges noch als Arbeitskräfte, unter fadenscheinigen Begründungen, nach Sibirischen deportiert, viele kamenniezurück.Die in diesem Buch aufgeführten (nicht deutschen) Quellen belegen, was ohnehin jedem, der denken kann, klar sein dürfte. Geschichte wird immer mit dem Stift der Sieger geschrieben. Wie gefährlich das ist, zeigt doch die aktuelle Weltpolitik. Man mann nur dem Ehrlichen vergeben, aus Feinden können Verbündete werden, Freundschaft braucht mehr!

  • jeckii
    2019-01-08 00:51

    Gutes Preis-/Leistungsverhältnis: Viel Buch fürs Geld!Deutschland im FadenkreuzDer zweite Dreißigjährige Krieg 1914-1945- Zwischen Lüge und Wahrheit -560 S., geb. Abb. viele s/w Abb.Inhaltsverzeichnis1. Kurzbiographie des Autors ........................................................... 9 1.1 Warum dieses Buch? ..................................................................9 1.2 Vorbemerkung .........................................................................102. Die wahren Ursachen des Ersten und des Zweiten Weltkrieges ... 183. Der Erste Weltkrieg 1914-1918 .................................................. 26 3.1 Das Versailler Diktat 1919 – Ausgangspunkt der europäischen Katastrophe ........................................................31 3.2 Wie kam Hitler 1933 an die Macht, und was faszinierte die Menschen an ihm? ............................................................42 3.3 Woran ist die Abrüstung 1934 gescheitert? ..............................53 3.4 Welche Mächte begannen ab 1934 mit dem Wettrüsten? .........604. Wie kam es zur Rheinlandbesetzung 1936? ............................... 645. Wie kam es zum „Anschluß“ Österreichs 1938? – Eine Chronologie der Ereignisse ................................................. 696. Wie kam es zur Sudetenkrise 1938 und zum „Anschluß“ des Sudetenlandes an Deutschland? – Eine Chronologie der Ereignisse ................................................. 817. Der Zweite Weltkrieg 1939-1945 .............................................. 109 7.1 Wie kam es zum „Überfall“ auf Polen 1939? – Eine Chronologie der Ereignisse ............................................109 7.2 Wie kam es zum „Überfall“ auf die Sowjetunion 1941? – Eine Chronologie der Ereignisse ............................................2088. Der Bombenkrieg gegen die Zivilbevölkerung ......................... 290 8.1 Die Völkerrechtswidrigkeit des Bombenkrieges gegen die Zivilbevölkerung ....................................................................290 8.2 Die vorherrschende Geschichtsschreibung zu den deutschen 6 Luftangriffen .........................................................................291 8.3 Wie kam es zu den alliierten Bombenangriffen auf Deutschland? .........................................................................295 8.4 Die Verantwortlichen des Bombenterrors ...............................298 8.5 Bilanz des Bombenkrieges gegen Deutschland .......................316 8.6 Zerstörung von Kulturgütern .................................................318 8.7 Zerstörung Stettins am 17./29./30. August 1944 ...................320 8.8 Zerstörung Königsbergs am 29./30. August 1944 ..................321 8.9 Zerstörung Allensteins am 22. Januar 1945 ...........................325 8.10 Zerstörung Danzigs am 9. März 1945....................................326 8.11 Zerstörung von Leobschütz (OS) am 16. März 1945 – Leobschützer Todeszug .........................................................328 8.12 Zerstörung Ratibors (Oberschlesien) am 31. März 1945 ........330 8.13 Zerstörung von Neiße (Oberschlesien) am 31. März 1945 .....331 8.14 1. April 1945: Beginn der Zerstörung Breslaus .......................3329. Das Deutschlandbild der Anglo-Amerikaner .............................. 335 9.1 Der Kaufman-Plan: Sterilisation der Deutschen .....................335 9.2 Ernest Hemingway: Sterilisation als Endlösung .....................336 9.3 Der Hooton-Plan: Bevölkerungsvermischung durch Immigration .........................................................................337 9.4 Der Nizer-Plan: Nachkriegs-Deutschland muß total umgestaltet werden ...............................................................338 9.5 Der Morgenthau-Plan: Deindustrialisierung und Agrarisierung Deutschlands ..................................................342 9.6 Andere antideutsche Stimmen ...............................................34410. Wie kam es zum Genozid an 15 Millionen Deutschen? ............ 348 10.1 Vorgeschichte der Vertreibung – die Rolle der Westmächte .348 10.2 Chronologie der Ereignisse ..................................................352 10.3 Die Vertreibung der Sudetendeutschen und die Annexion des Sudetenlandes ...............................................398 10.4 Der Bericht des Komitees gegen Massenvertreibung ............401 10.5 Das Massaker von Prag .......................................................403 10.6 Das Massaker von Postelberg ...............................................407 10.7 Das Massaker von Lodenitz .................................................4097 10.8 Das Massaker von Libeznice/Rothkirchen ............................410 10.9 Das Massaker von Nachod ...................................................411 10.10 Das Massaker von Prerau .....................................................412 10.11 Das „Blutgericht von Landskron“ – Volksgericht auf tschechisch .................................................413 10.12 Der Todesmarsch von Brünn ...............................................415 10.13 Das Massaker von Aussig .....................................................418 10.14 Weitere tschechische Nachkriegsverbrechen im Sommer 1945 .................................................................421 10.15 Prager Erzbischof verteidigt Vertreibung der Sudetendeutschen ................................................................422 10.16 Ein Fazit .............................................................................42411. Die Vertreibung der Ostdeutschen und die Annexion der Ostpro-vinzen durch Polen ................................................................... 426 11.1 Das Polnische Nachkriegs-KZ Lamsdorf ..............................432 11.2 „Aus einem Totenland“ – Eine historische Reportage aus Polen 1945 ....................................................................437 11.3 Deportationsbericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel vom 25. Januar 1947 ........................................441 11.4 Das Massaker von Niederkaina ............................................442 11.5 Die Rolle des polnischen Klerus bei der Entdeutschung der eroberten Gebiete ..................................443 11.6 Der Raub Stettins 1945 .......................................................450 11.7 Ein Fazit .............................................................................45212 . „Auge um Auge“ – Jüdische Verbrechen an Deutschen in Ostdeutschland 1945 ........................................................... 454 12.1 Die Geschehnisse im Lager Potulice ....................................457 12.2 Die Geschehnisse im Lager Myslowitz, Grottkau .................458 12.3 Die Geschehnisse in Gleiwitz ..............................................459 12.4 Die Geschehnisse in Breslau ................................................460 12.5 Die Geschehnisse in Neiße, Glatz und Ottmachau .............46013. Der Krieg auf dem Balkan ........................................................ 462814. Die Vertreibung der Deutschen aus Jugoslawien ....................... 464 14.1 Das Massaker von Cilli ........................................................465 14.2 Das Massaker von Dobrava ..................................................466 14.3 Das Massaker von Lese (Liescha) .........................................468 14.4 Das Massaker in der Vojvodina/Banat ..................................469 14.5 Das Massaker von Rab .........................................................471 14.6 Das Massaker von Bleiburg und weitere Verbrechen des Tito-Regimes .................................................................47115. Die Vertreibung der Deutschen aus Ungarn .............................. 47616. Die Vertreibung der Deutschen aus Rumänien ......................... 47917. Rheinwiesenlager – der elende Tod deutscher Kriegsgefangener ...................................................................... 48118. Die Hauptakteure im Zweiten Weltkrieg .................................. 483 18.1 Die Rolle Stalins .................................................................483 18.2 Die Rolle Churchills ...........................................................489 18.3 Die Rolle Roosevelts ...........................................................494 18.4 Die Rolle Hitlers .................................................................514 18.5 Die Rolle Frankreichs ..........................................................522 18.6 Die Rolle Polens .................................................................52519. 50 Thesen zur Vertreibung der Deutschen ................................. 53420. Literaturverzeichnis .................................................................. 54991. Kurzbiographie des AutorsGeboren 1940 in Streitkirch, Kreis Ratibor/Oberschlesien. Im März 1945Flucht mit Familie nach Bayern. Im Oktober 1945 Rückkehr in die ober-schlesische Heimat. Von 1947 bis 1958 polnische Volksschule und Lyzeumin Ratibor. Im Mai 1958 Abitur. Im Oktober 1958 Beginn des Studiumsder Rechtswissenschaften an der Universität Breslau. Im November 1958Umsiedlung in die BRD und Fortsetzung des Studiums an der Universitätin Frankfurt/M. Nach Abschluß des Studiums Gerichtsreferendar. Bis zurPensionierung Tätigkeit bei einer Bausparkasse. Verheiratet seit 1964, dreiKinder, acht Enkelkinder. Nach einer Oberschenkelamputation 1953 undeinem schweren Schlaganfall 2008 auf den Rollator bzw. Rollstuhl ange-wiesen.1.1 Warum dieses Buch?Die hierzulande vorherrschende Geschichtsschreibung orientiert sich nichtimmer an der historischen Wahrheit, sondern sie folgt oft dem Gebot der„politischen Korrektheit“ (PC). Dementsprechend vermittelt sie ein einsei-tiges Geschichtsbild, bei dem es vorrangig um deutsche Schuld und Sühnegeht. Die PC wird dann fragwürdig, „wenn Historiker ihre Darstellungennach dem politisch gewünschten Urteil ausrichten, also unbequeme Quellenmanipulieren oder verschweigen, essentielle Tatsachen übergehen und wich-tige Fragen nicht mehr stellen oder zu stellen wagen“. (Franz Uhle-Wettler 1 )Dies geschieht häufiger, als allgemein angenommen wird. Insbesondere beider Darstellung der Jahre von 1914 bis 1945 und der ersten Jahre der al-liierten Besatzung ist der Einfluß der PC besonders stark. Der JournalistJohannes Gross charakterisierte diese Vorgabe in seiner 1989 erschienenenSchrift „Phönix in Asche“ mit den treffenden Worten: „Die Verwaltung derdeutschen Schuld und die Pflege des deutschen Schuldbewußtseins sind einHerrschaftsinstrument. Es liegt in der Hand aller, die Herrschaft über dieDeutschen ausüben wollen, drinnen wie draußen.“ Kaum 20 Jahre nach demUntergang des Nationalsozialismus entstand unter „antifaschistischen“ Vor-1 Franz Uhle-Wettler (* 30. Oktober 1927 in Eisleben) ist Generalleutnant a. D. derBundeswehr und Militärhistoriker. 10zeichen ein neuer totalitärer Staats- und Gesellschaftsmythos mit seinem „Siegder Gesinnung über die Urteilskraft, neuen Zentren politischer Heilsgewiß-heit, wirklichkeitsüberlegener Besserwisserei, von penetrantem Moralismusund eifernder Intoleranz“. (Hermann Lübbe 2 ) Doch die zentralen Kategoriengeschichtswissenschaftlicher Erkenntnis seien nun einmal nicht „Schuld undSühne“, sondern „Ursache und Wirkung“. Ganz ähnlich haben sich 2008französische Historiker in ihrem „Appell von Blois“ für die Freiheit der Ge-schichtsforschung und gegen „die retrospektive Moralisierung der Geschichteausgesprochen und festgestellt, „daß es in einem freiheitlichen Staat keinerpolitischen Autorität zusteht, die historische Wahrheit zu definieren“. Die-se Grenzziehung wird auch deutschen Politikern zur Beachtung empfohlen,wenn sie sich öffentlich etwa zur angeblichen deutschen Alleinschuld am Aus-bruch des Zweiten Weltkrieges 1939 oder – ebenso leichtfertig – über 1945als Datum der „Befreiung“ der Deutschen durch die Alliierten äußern. (KlausHornung, Die Canossa-Republik, in: Junge Freiheit 11/11, 11.03.2011)Die Frage, wer die beiden Weltkriege mit ihren katastrophalen Folgen fürDeutschland und Europa verursachte, ist bis heute, fast 70 Jahre nach derbedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht, nur von wenigenHistorikern wahrheitsgemäß beantwortet worden. Dieses Buch will einenweiteren Beitrag leisten, diese auch heute noch aktuelle, besonders von derjungen Generation immer wieder gestellte Frage, durch Fakten möglichstsachlich und wertfrei zu beantworten.1.2 Vorbemerkung„Die Welt weiß alles, was die Deutschen begangen haben, sie weiß abernichts darüber, was den Deutschen angetan wurde.“Patrick J. Buchanan, ehemaliger amerikanischer Präsidentschaftskandidat„Die Machthaber brachten es durch täglich dröhnende Propaganda, durchGeschichtsfälschung, durch Repressionen so weit, ganze Völker mit dieser2 Der Philosoph Hermann Lübbe (* 31. Dezember 1926 in Aurich) war ordentlicher Pro-fessor für Philosophie und Politische Theorie an der Universität Zürich und Präsidentder Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie. 11Krankheit (Gedächtnisverlust) zu infizieren. Und schon sagt sich die Ge-sellschaft los von ihren Vorfahren, von ihrer Vergangenheit. (...) WichtigeEreignisse, Tatsachen, Namen, ganze historische Schichten fallen aus. Diefolgende Generation wächst mit einem dauerhaften, künstlich erzeugten,künstlich erhaltenen Erinnerungsverlust heran.“Anton Antonow-Owssejenko, Stalin – Porträt einer Tyrannei, Vorwort, S.XVI.„Wer die Geschichte eines Volkes verbiegt, macht es krank.“ Paul Schmidt-Carell„Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als dasdeutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschenglauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgen sie ihre Lands-leute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde.“ Napoleon Bo-naparte„Der Sieg über ein Land ist erst dann vollständig, wenn die Kriegspropa-ganda der Sieger Eingang in die Schulbücher des besiegten Landes gefundenhat und sie von den nachfolgenden Generationen als unbestreitbare Wahr-heit geglaubt wird.“ Walter Lippmann, US-amerikanischer Journalist undSchriftstellerDie heutigen Verhältnisse, Zustände und Strukturen in Deutschland undEuropa lassen sich nur aus der Kenntnis der Vergangenheit verstehen. Ohnedieses Wissen vermögen wir nicht wirklich zu beurteilen, warum Deutsch-land, Europa und die Welt so (geworden) ist, wie sie sind. Im privaten wieim öffentlichen Leben geschieht nichts ohne Grund. Geschichtliche Ereig -nisse kommen ebenso wenig überraschend wie Blitz und Donner aus heite-rem Himmel. Immer geht ihnen ein impulsgebendes Ereignis voraus. JedeGeschichte hat ihre Vorgeschichte. Bei der Darstellung und Bewertung hi-storischer Vorgänge kommt es darauf an, zu begreifen, was Ursache (Aktion)und was Wirkung (Reaktion) eines Geschehnisses ist. Geschichte, also alldas, was im Laufe der Zeit geschehen ist, was sich im einzelnen zugetragenhat, ist immer ein komplexer politischer Vorgang. Solche Ereignisse dürfendeshalb niemals isoliert dargestellt und monokausal erklärt und beurteilt 12werden. Nach einem bekannten Ausspruch wird die Geschichte von denSiegern geschrieben, selbstverständlich immer auch nach deren politischerInteressenlage und den vorherrschenden ideologischen Grundpositionen.Das führt zu einem einseitigen, die Sieger entlastenden und die Besiegtenbelastenden Geschichtsbild, bei dem die Wahrheit oft auf der Strecke bleibt.Es spricht Bände, daß die Siegermächte sich sofort nach Kriegsende daraufeinigten, die Frage nach der Schuld der Mitverursacher des Krieges in denNürnberger Prozessen nicht zuzulassen. Damit wurde damals schon durcheine gezielte Auswahl der zu verhandelnden Vorkriegsereignisse ausgeblen-det, was die Sieger belasten könnte. Während die Siegermächte alle deut-schen Archive beschlagnahmt und alles belastende Dokumentenmaterialgegen Deutschland einsetzen, halten sie ihre eigenen Archive nach wie vorweitgehend unter Verschluß. Daher muß – sofern die Originalquellen nichtzur Verfügung stehen – auf Hilfsquellen, wie zeitgeschichtliche Bücher,Aussagen von Zeitzeugen und Erlebnisberichte von Betroffenen, zurück -gegriffen werden. Die Geschichtsschreibung sollte jedenfalls das Geschehe -ne möglichst wahrheitsgemäß wiedergeben – ohne interessengeleitete Fäl-schungen, Weglassungen, Verkürzungen und ohne eine moralisierende Be-wertung der Ereignisse. Um es mit den Worten des Historikers Leopold vonRanke (1795-1886) zu sagen: Geschichte sollte nur „sagen, wie es eigentlichgewesen“ ist. Das klingt einfach, ist es aber nicht, wenn man berücksichtigt,welch handfeste Interessen die Geschichtsschreibung oft begleiten bzw. die-se manipulieren. Der französische Historiker Philipp Gautier stellt hierzufest: „Die Geschichte, wie sie heute geschrieben und vermittelt wird, ist zuoft ein grobes Gemisch aus Unwahrheiten, Überbleibseln der alliierten Pro-paganda im Zweiten Weltkrieg, Halbheiten, Märchen und Mythen, die zurIndoktrinierung des Heeres der Trottel zubereitet werden.“ (Gautier, S. 27)Um den Blick von sich und ihren Untaten abzulenken, halten die Alliier-ten seit dem deutschen Zusammenbruch auf der für sie bequemen und sieentlastenden Formel fest: „Hitler war an allem schuld.“ Hitler war so sehran allem schuld, daß diese Phrase zum festen Bestandteil aller öffentlichenErklärungen geworden ist und gewissermaßen zur deutschen Staatsraisongehört. Was immer dieser Mann gedacht, gewünscht, gefordert oder getanhat – es muß abgrundtief böse, verbrecherisch oder wahnsinnig, ja teuflischgewesen sein. Aber von keinem dieser erlauchten Redner bzw. Historiker ha-13ben wir bisher ein kritisches Wort über seine Gegner Stalin, Churchill undRoosevelt vernommen. Im Gegenteil: Sie erstrecken nunmehr die Schuldauf alle Deutschen und machen das ganze deutsche Volk kollektiv für allesGeschehene verantwortlich und haftbar. So wurde es zum „Tätervolk“ er-klärt, zum „Verbrechervolk“ in Europa gemacht, während die anderen Völ-ker als „unschuldige Opfer der deutschen Aggression“ betrachtet werden.Die Kriegsschuld Deutschlands und der Deutschen wurde hierzulande zumunumstößlichen Geschichtsdogma erhoben, das geradezu als unantastbargilt. Die Faktenlage erfordert jedoch zwingend eine Revision dieses einseiti-gen, unwahren und unehrlichen Geschichtsbildes, an dem die Funktionseli-ten und die bestallte Historikerzunft wider besseres Wissen bis heute eisernfesthalten. Sollen dadurch die an Deutschland und den Deutschen im undinsbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg begangenen Massenverbrechenverdeckt und gerechtfertigt werden? „Wahrheit kann niemals Revanchis-mus sein“, sagte der russisch-jüdische Schriftsteller Lew Kopelew. Der ehe-malige Bundespräsident Roman Herzog gab die einzig richtige Antwort,als er 1994 erklärte: „Gute Nachbarschaft kann nur wachsen, wenn unsereVölker sich dem Grauen ihrer jüngsten Geschichte mit dem Mut zur vol-len Wahrheit stellen. Nichts hinzufügen, aber auch nichts weglassen, nichtsverschweigen und nichts aufrechnen.“ Zum Thema „Verzicht auf Wahrheit“sagte Kardinal Josef Ratzinger, der spätere Papst Benedikt XVI., 1997 zuden vertriebenen Sudetendeutschen: „Wenn Sie der verlorenen Heimat ge-denken, dann steht das Unrecht der Vertreibung wieder vor Ihren Augen,das 15 Millionen Deutschen nach dem Kriege oft unter schrecklichen Be-dingungen widerfahren ist. Die Weltöffentlichkeit hört aus vielen Gründennicht gern davon, es passt nicht in ihr Geschichtsbild hinein. Sie drängtdazu, dieses Unrecht zu verschweigen, und auch Wohlgesinnte meinen, daßman um der Versöhnung willen nicht mehr davon sprechen solle. Aber eineLiebe, die den Verzicht auf die Wahrheit voraussetzt, ist keine wahre Liebe.Sie hätte ein schlechtes Fundament. Aus der Psychologie wissen wir, daßVerschwiegenes und Verdrängtes im Menschen weiterwirkt und, wenn eskeinen Ausweg findet, zur Vergiftung von innen her wird. Was im Leben deseinzelnen gilt, das gilt auch für die Völker. Unterdrückte Wahrheiten wer-den zu gefährlichen Mächten, die den Organismus von innen her vergiftenund irgendwo herausbrechen. Nur die Annahme von Wahrheit kann heilen.Liebe braucht Wahrheit und kann nicht ohne sie sein.“ Diese Aussage kann 14man nur unterstreichen und durch die Feststellung ergänzen, daß es ohneWahrheit und Gerechtigkeit, ohne Anerkennung der Vertreibung als him-melschreiendes Unrecht und unverjährbares Verbrechen gegen das Völker-recht eine echte und dauerhafte Versöhnung mit unseren Nachbarn in derTschechei und in Polen nicht geben kann. Der frühere US-Präsident GeorgeW. Bush nannte in einem Gespräch mit Dr. Marianne Bouvier, Leiterin des„Institute for German American Relations“, die Vertreibung der Deutschen„einen der schlimmsten Fälle kultureller Ausrottung“. Wörtlich sagte derPräsident: „Eine moralische Nation darf niemals hinnehmen, daß ein Volkwegen seiner Rasse oder Kultur ausgerottet wird. Es ist erschreckend, daßMenschen auch im zurückliegenden halben Jahrhundert (...) immer nochauf diese furchtbare Praxis verfallen sind. Einer der schwersten Fälle kultu-reller Ausrottung traf vor 55 Jahren die Deutschen (...). Ethnische Säube-rung ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, gleichgültig, wer sie anwem verübt. Ich unterstütze die Aufgabe des Instituts für deutsch-amerika-nische Beziehungen, die Öffentlichkeit über die Tragödie der Entwurzelung(engl., displacement) von 15-17 Millionen unschuldigen deutschen Frauenund Kindern aufzuklären. Diese unschuldigen Seelen wurden Opfer derschlimmsten Zeit ethnischer Säuberung in der ganzen Weltgeschichte, der‚ethnischen Säuberung von 1944-1950’“. Die Bundesregierung gab sich un-wissend über diese Äußerungen von Bush. 3 Anläßlich der Verleihung der„Martin-Buber-Plakette“ an Richard von Weizsäcker im November 2003sagte der ehemalige niederländische Ministerpräsident Dries van Agt in sei-ner Laudatio unter anderem: „Wer Versöhnung anstrebt, soll dazu bereitsein, die volle Wahrheit anzuerkennen.“ (Zitiert nach Alfred Zips, Kriegs-ende, S. 3)Eine Richtigstellung des offiziellen Geschichtsbildes ist auch deshalb gebo -ten, weil für das Jahr 2014 ein neues deutsch-polnisches Geschichtsbuchangekündigt ist. Von diesem Projekt ist zu erwarten, daß die polnischeSichtweise der Geschichtsschreibung sich durchsetzen und in die deutschenSchulbücher übernommen wird: Alles bis zur Elbe sei urslawisches Territo-rium gewesen, seit dem Mittelalter seien dessen Einwohner von Deutschengewaltsam unterworfen worden, danach sei es „immer hin und her“ ge-3 [...]15gangen (analog zu Elsaß-Lothringen). Jedenfalls hätten die deutschen Ein-dringlinge die Kultur der Autochtonen mit allen Mitteln, etwa der Einfüh-rung „wesensfremder Pflugformen“, zerstört. Trotzdem sei es Polen gelun -gen, in der Folge ein friedliches und blühendes Gemeinwesen aufzubauen,dem sich die Umwohnenden freudig anschlossen. Die Herrlichkeit habe biszum 18. Jahrhundert gedauert, als das polnische Staatswesen erneut deut-schen imperialen Gelüsten zum Opfer gefallen sei. Das alles seien Belege fürden „Drang nach Osten“, in den sich nahtlos der Angriff von 1939 auf das„friedliebende, demokratische Polen“ füge, das dann gerechterweise zu denSiegern von 1945 gehörte und die lange verlorenen Westgebiete zurücker-hielt. Was mit der kleinen Zahl deutscher Einwohner in diesen Räumengeschehen sei, gehöre bis heute zu den „Rätseln der Geschichte“. In diesemZusammenhang wird eventuell auf bedauerliche Probleme bei der „geord-neten Umsiedlung“ verwiesen. Dieser polnischen Sicht der Dinge, der sichdie deutsche Seite lange Zeit verweigert hat, scheint sich nun weitestge-hend durchgesetzt zu haben, auch weil die deutschen Funktionseliten nichtsmehr fürchten als den Vorwurf des „Geschichtsrevisionismus“ und die Ver-triebenenfunktionäre den des „Revanchismus“. (Karlheinz Weissmann, Ge-genaufklärung, in: Junge Freiheit 24/12, 8. Juni 2012)Eine Richtigstellung ist noch aus einem weiteren Grund zwingend erforder-lich. Kürzlich legte die „Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung“als Träger der Gedenkstätte des in Berlin geplanten Zentrums gegen Ver-treibungen eine erweiterte Konzeption sowie „Leitlinien für die geplanteDauerausstellung“ vor. Die Wurzeln der „Zwangsmigration“ werden vonden Ausstellungsmachern in dem Versuch gesehen, das „Prinzip des eth-nisch homogenen Nationalstaats“ umzusetzen. Die theoretische Grundlagefür Genozide sei mit dem Zusammenwirken des Prinzips der Volksgemein-schaft, dem massiven Antisemitismus und der zielgerichteten Verfolgungder Idee, „Lebensraum“ im Osten zu erobern, durch die Nationalsoziali-sten geschaffen worden. Schließlich seien diese Planungen mit der auf eine„Neuordnung“ setzenden Kriegsführung auch praktisch umgesetzt worden.Dies habe wiederum die Grundlage dafür geschaffen, daß etwa in Polendie vorherigen Vertreibungsphantasien einer politischen Minderheit gegen-über der deutschen Bevölkerung ein größeres Gewicht erhalten hätten undletztlich am Ende des Krieges in die Tat umgesetzt wurden. Für die Ausstel-16lungsmacher steht also fest, daß letztlich die nationalsozialistische Politikdafür verantwortlich war, daß die Deutschen aus ihren historischen Ost-provinzen vertrieben wurden und diese für Deutschland verloren gingen.(Ekkehard Schultz, Zentraler Platz im nationalen Gedächtnis und ChristianSchwießelmann, Wieder auf der Flucht, in: Junge Freiheit, 37/12, 7. 9. 2012)Die Behauptung, daß die Vertreibungspläne der Polen lediglich bloße „Ver-treibungsphantasien einer politischen Minderheit“ waren, ist grundfalsch.Wahr ist, daß maßgebliche politische Kreise in Polen bereits in den zwanzi-ger und dreißiger Jahren konkrete Expansionspläne („Appetit auf deutschesLand“) in bezug auf die deutschen Ostprovinzen hatten und diese durcheine erwartete „große Katastrophe“ Deutschlands zu realisieren trachteten.In diesen Rahmen passen auch die Präventivkriegspläne der polnischen Re-gierung gegen Deutschland in den dreißiger Jahren. Die Kernaussage derAusstellungsmacher, daß letztlich die nationalsozialistische Politik für dieVertreibung der Deutschen und den Verlust der historischen deutschenOstprovinzen verantwortlich sei, entbehrt daher jeglicher Grundlage. Ab-schließend noch ein kleiner Hinweis: Das vorliegende Buch ist kein wissen-schaftliches Werk, sondern die Arbeit eines zeitgeschichtlich interessiertenLaien, der sich selbst die Aufgabe gestellt hat, durch Quellenstudien her-auszufinden, wie es zur europäischen Katastrophe des Zweiten Weltkriegesund zur Vertreibung der Deutschen kommen konnte. Die in dieser Schriftzusammengestellten Daten und Fakten mögen den Leser veranlassen, sichselbst ein Urteil über die größte Tragödie des 20. Jahrhunderts zu bilden.Die Schrift ist allen Opfern des Zweiten Weltkrieges und der Vertreibungnach der „Befreiung“ gewidmet. Den Deutschen, die wehrlos und schuldlosermordet, gefoltert, vergewaltigt, dem Hungertod ausgeliefert, in Bomben-nächten verbrannt und verstümmelt, gewaltsam von Haus und Hof vertrie-ben wurden, den Überlebenden, die trotz ihres grausamen Schicksals nachdem Krieg mithalfen, das total zerstörte (Rest-)Deutschland wiederaufzu-bauen und sich hier eine neue Heimat schufen. Vor allem aber widme ichdiese Schrift den zahllosen Kindern, die durch Hunger, Terror, Gewalt undMord umkamen. Dieses Buch ist auch meinen Kindern Klaudia, Gerd undMarkus sowie meinen Enkelkindern Wibke, Swana, Leonie, Jannes, Mile-na, Jule, Linda und Vera zugedacht. Ich hoffe und wünsche, sie mögen sichanhand dieses Buches über das furchtbare Leiden ihrer Vorvätergenerati-on informieren. Was damals den Deutschen von den Siegerstaaten angetanwurde, darf niemals vergessen werden, weil auch das zur Wahrheit gehört.DanksagungBesonderen Dank schulde ich Herrn Alfred E. Zips, Oberstleutnant a. D.(Bw), für das Korrekturlesen, für die Aufbereitung der Quellenlage undfür die vielen wertvollen Anregungen und Hinweise bei der Fertigstellungdes Buchmanuskriptes. Herzlichen Dank sage ich auch meiner lieben FrauMarlies für die tägliche Hilfe und Unterstützung, ohne die ich das Vorha-ben nicht hätte realisieren können.Schwäbisch Hall, im September 2013.

  • hans solo
    2019-01-14 01:57

    Wer auf Geschichtsrevisionismus oder Alternate History steht, wird mit diesem Buch ganz viel Spass haben.Prima als Geschenk fuer "Reichsdeutsche".