Read Nazis, Nadeln und Intrigen: Erinnerungen eines Skeptikers by Edzard Ernst Online

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Dies ist die Geschichte meines Lebens als Arzt und Wissenschaftler Trotz meines jugendlichen Ehrgeizes, Jazz Musiker zu werden, studierte ich schlie lich Medizin und wurde erst Kliniker und dann Wissenschaftler Ich arbeitete zun chst in Deutschland, sp ter in sterreich und schlie lich in England Mit wissenschaftlicher Methodik begab ich mich auf die Suche nach der Wahrheit in der Medizin, und als Geschichtsforscher wider Willen hinterfragte ich die Geschichte der Medizin im Nationalsozialismus Diese Aktivit ten brachten mir leider nicht nur Freunde ein.Im Jahr 1993 begr ndete ich im Englischen Exeter die weltweit erste Professur f r alternative Medizin, ein Bereich, der noch nie systematisch untersucht worden war und fast vollst ndig durch Bef rworter dieser Szene dominiert wurde unter ihnen nicht zuletzt Prinz Charles Die meisten dieser Enthusiasten legten eine offen feindselige, anti wissenschaftliche Haltung gegen ber der wissenschaftlichen Untersuchung ihrer Lieblings Therapien zu Tage Vor diesem Hintergrund waren Konflikte wohl kaum vermeidbar Die Aggressivit t, mit der die Fundamentalisten der alternativen Medizin ihr Gebiet vor einer kritischen berpr fung zu sch tzen suchten, war dennoch berraschend Diese Memoiren bieten einen einzigartigen Einblick in die perfiden Intrigen des akademischen Lebens und sind eine ern chternde Analyse der Sch den, welche die Pseudowissenschaft in der Medizin anrichtet....

Title : Nazis, Nadeln und Intrigen: Erinnerungen eines Skeptikers
Author :
Rating :
ISBN : 3944342569
ISBN13 : 978-3944342566
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch
Publisher : JMB Verlag Auflage 2 22 April 2015
Number of Pages : 216 Seiten
File Size : 666 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Nazis, Nadeln und Intrigen: Erinnerungen eines Skeptikers Reviews

  • Brigitta Wortmann
    2018-11-06 15:13

    Informativ und spannend zu lesen. Wer sich besonders für die Studien von Ernst über die Wirksamkeit von alternativer Medizin interessiert bekommt hier wichtige Hintergrundinformationen. Bitte mehr solche Bücher über die Aufdeckung von Irrglaube und Scharlatanerie!

  • Amazon Customer
    2018-10-24 15:04

    Wer sich wissenschaftlich-kritisch mit "alternativen heilmethoden" auseinandersetzt, wird früher oder später Gegenwind aus dieser Szene zu spüren bekommen. Dieser gegenwind ist dabei bei weitem nicht immer sachlicher Natur, sondern besteht aus Angriffen gegen die Person oder Ausreden, warum wissenschaftliche Untersuchungen nicht funktionieren oder nicht notwendig sein sollten. Diese Punkte erkennt man auch wunderbar in den Erlebnisschilderungen von Prof. Ernst. Es war sehr spannend zu lesen.Skeptiker (wie ich es bin) werden in dem Buch nicht viel Neues finden, sondern ihre Meinung weitgehend bestätigt finden.Menschen, die an die Wirkung der einen oder anderen angesprochenen bzw. von Ernst untersuchten "alternative Heilmethode" glauben, könnten sich anhand dieses Buches überlegen, wie (sofern gewüscnht) ein Dialog zwischen Wissenschaft und "alternativen Heilmethoden" aussehen könnte, der sowohl wissenschaftlichen als auch ihren eigenen Ansprüchen gerecht wird. Gerade das Kapitel über die Geistheilungs-Studie zeigt da wunderbar, wie sowas aussehen kann.Ein Stern abzug wegen einiger Druckfehler (fehlende Wörter), über die ich beim Lesen gestolpert bin. Die mindern den Inhalt des Buches (und die Leistung der Übersetzung) allerdings nicht.

  • KH Wolf
    2018-10-24 19:08

    Oft geht es mir in Diskussionen auch so wie es der Autor beschreibt: "oft schien zuweilen, als würde ein Kritiker umso überzeugender seinen Standpunkt vertreten, je weniger Wissen er auf dem betreffenden Gebiet besaß." Um gute Argumente in solchen Diskussionen zu haben und um Scharlatane und Schlangenölverkäufer mit diesem Wissen zu entlarven, alleine deshalb sollte man dieses Buch lesen.Meine Bewunderung für die Hartnäckigkeit, mit welcher der Autor die Alternativmedizin mit wissenschaftlichen Mitteln bloßgestellt hat. Leider ist das kein Argument für jene die sich nicht überzeugen lassen wollen, für jene die dazulernen möchten wird es aber eine Befreiung sein.Ich war nicht auf eine Biografie gefasst, das eigentlich spannende Thema fängt daher erst ab Kapitel 5 an. Auch sind manche Verallgemeinerungen bezüglich mancher Volksgruppen (z.B. die Bayern und die Wiener) etwas herablassend und könnten so manchen Leser verärgen. Berechtigt dagegen ist die Kritik, wenn sie direkt an einem Gegner festgemacht wird wie z.B. an Prinz Charles, dem von ihm so liebevoll bezeichneten "Schlangenölverkäufer".

  • alex79
    2018-10-25 20:02

    Erst einer der größten Anhänger, dann jedoch einer der größten Kritiker einer der letzten aber unheimlich gefährlichen Irrtümer der "Medizin". Dieses Buch darf bei keinem naturwissenschaftlich Interessierten, Gegner der Homöopathie und Skeptiker fehlen. Eine großartige Abrechnung.Zu mir: Ich bin zwischen 30 und 40 Jahre alt und habe zwei naturwissenschaftliche Hochschulabschlüsse.Persönlicher Aspekt: Meine geliebte Großmutter ist vor ein paar Jahren an einem metastasierten Darmkrebs im Endstadium verstorben. Der erste Hinweis auf eine Erkrankung kam, als sie stürzte und danach in einem bildgebenden Verfahren mehrere Hirnmetastasen gefunden wurden. 6 Wochen später war sie tot. Die Diagnose war ein Schock für sie und die ganze Familie. Aber sie hielt nicht viel von Ärzten. Die nehmen sich immer so wenig Zeit und schauen immer nur in Akten und auf Bildschirme. Sie ging gerne zu einem HP, der sich immer viel Zeit nimmt und ihr dann eine Therapie vorschlägt, von der sie begeistert war. Die Ärzte waren die "Bösen", die Homöopathie der HP, die verständnisvoll waren und sich Zeit nahmen, war "gut". Ich bin nach dem Tod meiner Großmutter Vater geworden und ich glaube meine Großmutter hätte das gerne noch erlebt. Wenn sie routinemäßig vielleicht halbjährlich (Ich bin kein Arzt) zur Untersuchung zum Arzt gegangen wäre, dann hätte man irgendwann vorher wahrscheinlich Tumormarker gefunden und eine Therapie versuchen können. Es hätte ihr mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit ein bisschen mehr Zeit gegeben. Natürlich nicht ohne Nebenwirkungen, aber so ist das Leben. So ist die Realität.

  • Gerhard Jenzer
    2018-10-26 20:59

    Wer sich davor fürchtet, den illusionären Nutzen der alternativen Tausendkünstler über Bord zu werfen, sollte dieses Buch tunlichst meiden. Wissensbereite hingegen werden dazu lernen, oder sich wohltuend bestätigt sehen. Für die Verantwortungsträger im Medizinalwesen müsste es sogar Pflichtlektüre sein, ist doch früher oder später das milliardenschwere heisse Eisen (im Wortlaut des Autors „Quacksalberei“) anzupacken. Eine gewisse Betrübnis des Lesers über die hartnäckige Geringschätzung der wissenschaftlichen Leistungen des Autors ist fast unvermeidlich. Beruhigend immerhin, dass ein englischer Grossadliger als Kriegsherr der Alternativen auszumachen ist.

  • whaase
    2018-10-16 14:05

    würde jeder Homöopathie-Anhänger das Buch lesen und verstehen.Der Autor ist in seinem Lebenswerk positiv aber unvoreingenommen an die"alternative" Medizin herangetreten und hat mit objektiven Methodenversucht, ihre Wirksamkeit zu beweisen - oder zu widerlegen. ZumLeidwesen seiner Umgebung konnte er keine Beweise für ein Nutzenüber die Placebowirkung hinaus finden. Mit seinem Buch wäre eigentlichdas Ende der Homöopathie und dem ganzen Rest gegeben, aber dasaktive "Nicht-Wissen-Wollen" ist wohl nie auszurotten.