Read Morgenröte by Friedrich Nietzsche Online

morgenrte

Morgenrte Gedanken ber die moralischen Vorurteile Originaltitel Morgenrthe Gedanken ber die moralischen Vorurtheile ist ein Anfang Juli 1881 erschienenes philosophisches Werk Friedrich Nietzsches.In dem aus Aphorismen unterschiedlicher Lnge bestehenden Buch hinterfragte Nietzsche die Entstehung und den Wahrheitsgehalt moralischer und religiser Systeme Dabei setzte er dem tragischen Pathos einer christlichen Existenz das kontemplative Glck eines Erkennenden gegenber und interpretierte die Glaubensekstase als psychopathologisches Phnomen.In der Morgenrte skizzierte Nietzsche erstmals Umrisse der Formel vom Willen zur Macht, die spter von Zarathustra in aller Deutlichkeit vorgetragen wurde aus wikipedia.de...

Title : Morgenröte
Author :
Rating :
ISBN : B0099VTDF4
ISBN13 : -
Format Type : Other Book
Language : Deutsch
Publisher : Jazzybee Verlag 21 Juli 2012
Number of Pages : 575 Pages
File Size : 881 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Morgenröte Reviews

  • Marius Ludwig
    2018-10-20 22:54

    Wer darüber nachdenkt dieses Buch zu kaufen wird sich mit Philosophie oder Nietzsche (oder beidem) zumindest schon ein wenig auskennen. Nietzsches Schreibstil ist meiner Meinung nach etwas holperig zu lesen, und die Inhaltliche Form die er gewählt hat, indem alle Gedanken in vielen Aphorismen dargestellt werden halte ich, wenn auch typisch für Nietzsche für relativ unübersichtlich und zusammenhangslos, was aber auch gut Geschmackssache sein kann.Die Ausgabe als solche finde ich nicht besonders ansprechend. Sie wirkt wenig organisch, das Papier künstlich extrem geweisst, der Druck wenig gründlich.Wer es für den Inhalt kaufen möchte, und das Format der Aphorismen mag ist mit diesem Buch gut aufgehoben.

  • Jérôme
    2018-11-07 20:49

    Nietzsche, der sich mit der nötigen Sprengkraft in den Untergrund gegraben hatte, um in dunkler Einsamkeit, zu den Wurzeln menschlicher Moral und Wertvorstellungen zu gelangen, in der Hoffnung, die langanhaltende, nächtliche Versenkung des Menschen auf explosive Weise aufzubrechen, wollte die Sicht für eine strahlende Morgenröte freilegen. Aufgrund der langen Zeit, der es bedarf, um die Fundamente der Wertschätzungen zu prüfen und sie von ihren falschen Vorraussetzungen zu emanzipieren, verlangt er von seinen Lesern ein vorsichtiges Lesen, dass sich den Inhalt langsam " erwandert ". Doch der Versuch, die Welt von ihrem gut und böse zu entkleiden, sieht sich selber von einer Moralität getrieben, die von den Menschen erneut ein " du sollst " abverlangt. " Dies ist die letzte Moral, die sich auch uns noch hörbar macht ", verkündet Nietzsche in der Vorrede und verweist auf eine Moral in Form der Wahrhaftigkeit, die sich von unglaubwürdig gewordenen Werten abwenden soll.Es ist ein neues Weltgefühl entstanden, dass den Menschen von seinem langwierig, galtenden Status, ein wichtiger Bestandteil des Universums zu sein, befreite und ihm stattdessen die Augen, sowohl für seine kontingente Stellung, als auch für seine fehlerhaften, in die Welt interpretierten Wertsetzungen öffnete. Nietzsche der stets als Randfigur auf das Geschehen blickte, um sich des dynamischen Lebensprozesses zu enthalten und als Außenstehender auf Vernunft, Moral und den Menschen zu blicken, weist interessante Parallelen zu den von Dostojewski geschaffenen Protagonisten auf. Schließlich ließ auch er seine Helden aus dem sogenannten Keller heraus, auf die Welt blicken, um gewaltige Erkenntnisse über den Menschen anzustellen. Doch Nietzsche findet den Weg zum Leben regelmäßig zurück und verkündet wohlwollend, seine entschlüsselten Erkenntnisse, während Dostojewski's Helden, des Öfteren einen Hang zur Verbitterung und zu schaden bringenden Selbstexperimenten haben.Nietzsche, von den ersten Strahlen der Morgenröte gewärmt, vollzieht nun als " Luftschifffahrer des Geistes ", seine Entlarvungspsychologie, um die moralischen Vorurteile aufzudecken. Er offenbart schonungslos die vielen Fehlschlüsse , die den Menschen dazu verleiteten, eine kosmologisch feststehende Moral-An-Sich aufzustellen, die als Gesetz, absolute Geltung beanspruchten sollte. Gute und böse Handlungen, wurden Nietzsche zufolge in der Geschichte durch den Menschen nach ihrer Nützlichkeit definiert, die die Welt infolgedessen mit einer " übergehangenen sittlichen Ordnung " versahen und als höherstehende Prinzipien anerkannten. Weiterhin bemängelt er die Vernunft in der Gesellschaft, die aus Bequemlichkeit und Gewohnheit, Wertschätzungen einfach übernommen und sich an diese Verstellung gewöhnt habe. Schon in " Menschliches Allzumenschliches ", in den " Unzeitgemäßen Betrachtungen " , oder anderen Frühschriften, lassen sich viele Überlegungen, zu einer Exegese moralischer Vorurteile erkennen. Allerdings verlagert Nietzsche den Fokus in dieser Schrift nicht mehr so stark auf die Ursprünge menschlicher Sinngebungsprozesse, sondern vermehrt auf etwas dem Menschen Näheres. So heißt es im 44 Aphorismus: " Mit der Einsicht in den Ursprung nimmt die Bedeutungslosigkeit des Ursprungs zu: während das Nächste, das Um-uns [....] Reichtümer von Bedeutung aufzuzeigen beginnt ". Für Nietzsche galt es nun, die Betrachtung nicht mehr so sehr auf den Verstand zu legen, sondern tiefer in die menschliche Innenwelt zu gucken, zu jenen Triebregungen, die schließlich die Vernunft und ihre Urteile zu beherrschen vermögen. Der Devise Hume's folgend, wonach die " Vernunft die Sklavin der Leidenschaften " sei, will er uns daher für unsere ungenau einzuschätzenden Handlungen sensibilisieren, da dem Bewusstsein eine vollständige Einsicht in sein Seelenleben immer fehlen wird. Folglich lassen sich daher auch keine allgemeingültigen Moralvorstellungen ableiten.In " Ecce Homo ", bezeichnet Nietzsche seine Morgenröte als den Anfang eines " Feldzuges gegen die Moral, um einen " Augenblick höchster Selbstbesinnung der Menschheit vorzubereiten, einen großen Mittag ". Im 96. Aphorismus sieht er dieses Ziel jedoch noch in weiter Ferne, da erst sämtliche " Bräuche und Sitten vernichtet " und die herkömmlichen Moralvorstellungen überwunden werden müssen. Erst dann wird sich die Arbeit eines " Maulwurfs "auszeichnen und " ihr werdet euren eigenen Morgen, eure eigene Erlösung und vielleicht eure eigene Morgenröte erkennen ".

  • Great Pretender
    2018-11-12 22:39

    In seiner Schrift »Morgenröte« - vor genau 130 Jahren Anfang Juli 1881 herausgegeben - gelangt Friedrich Nietzsche zu einer philosophischen Reife - und zwar durch Distanz zu dem Objekt und durch zunehmende Objektivität bei der Betrachtung. Hierin findet sich eine Rücknahme des subjektiven Pathos, eine weniger schroffe und weniger leidenschaftliche Darstellung, Reflexion und ein besser kontrollierter Abstand vom Strudel der Gedanken.Nietzsche beginnt erkennbar seinen eigenen Weg als Philosoph zu gehen. Sicher im Stil, theoretisch offener und abgewogen im Urteil, zieht er in der »Morgenröte« gegen die Moral zu Felde und bedient sich dabei der Wissenschaft, bei der es sich einzig und allein um eine Intuition auf der Grundlage einer normatlen, unmittelbaren oder mittelbaren Erfahrung handelt - was man bei ihm als historische Intuition bezeichnen könnte.Nietzsche begibt sich zu seiner historischen Analyse an neue Lektüren, philosophische und wissenschaftliche, um seinen Überlegunen ein solides Fundament zu verleihen. Er liest Werke von Positivisten wie John Stuart Mill, Comte, Spencer, Littre und auch biologische Abhandlungen wie die von Semper. Auch das Christentum wird ihm hierbei zum Studienobjekt.Die Grundlagen und Bezugspunkte seiner Philosophie haben sich 1880 bereits sichtbar verschoben. Losgelöst vom Einfluss Richard Wagners und Artur Schopenhauers, ist er reif genung, um die These zu entwickeln, dass die Welt keine moralische Bedeutung hat, wie es Schopenhauer und das Christentum voraussetzen. Er beginnt, der Welt ihre moralische Bedeutung abzusprechen. Die »Morgenröte« taucht ein in das Licht der Erkenntnis und lotet in einer historischen Analyse die Bedeutung der Moral im geschichtlichen Vergleich aus.Die »Morgenröte« zeugt vom hohen moralischen Anspruch des »Philosophen der Unzeitgemäßheit«. Nietzsche charakterisiert "Moral" als "wahre" Wirklichkeit, die der Rechtfertigung politischer Herrschaftsansprüche und der Steuerung sozialen Verhaltens dient und damit ein ideologisches Moment besitzt.

  • ludger linnebank
    2018-11-06 19:47

    es sind keine Problem aufgetreten - Bestellung und Buch entspricht den Vorstellungen. Damit ist soweit alles in Ordnung und ich bin zufrieden.

  • Jaime Edwards
    2018-11-04 14:50

    The font size of this edition, even reduced to its smallest size, is far too large. This makes searching through the book unbearable. Pay the extra $1 for the other available edition.